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NEIDISCHE FREUNDINNEN: Gena (Lizzy Caplan, von links), Regan (Kirsten Dunst) und Katie (Isla Fisher).

NEIDISCHE FREUNDINNEN: Gena (Lizzy Caplan, von links), Regan (Kirsten Dunst) und Katie (Isla Fisher).

Filmkritik

Kirsten Dunst als verbiesterte Trauzeugin

Spätestens seit „Brautalarm“ ist klar, dass derbe Hochzeitskomödien nicht nur von Männern handeln müssen. Auch Sönke Wortmann zeigte ja unlängst in „Hochzeitsvideo“, dass Frauen genauso gerne mal einen draufmachen.

Nun kommt mit „Die Hochzeit unserer dicksten Freundin“ von Regisseurin Leslye Headland erneut eine weibliche Version der „Hangover“-Entgleisungen in die Kinos. Die US-Regisseurin verfilmt bei ihrem Kinodebüt ihr eigenes Theaterstück - mit sehr durchwachsenem Ergebnis.

Beim Lunch mit der perfektionistischen Regan (Kirsten Dunst) bestellt die übergewichtige Becky (Rebel Wilson) Burger, Pommes und Cheesecake, während Regan in ihrem garantiert fettfreien Salat stochert. Und dann eröffnetBecky ihrer Highschool-Freundin, dass sie ihren gut aussehenden und wohlsituierten Freund Dale heiraten wird. Regan ist schockiert, genauso wie ihre beiden besten Freundinnen Gena (Lizzy Caplan) und Katie (Isla Fisher), die selbstverständlich sofort in­for­miert werden. Schließlich hat Regan es ihrer Ansicht nach viel eher verdient, zu heiraten, nicht zuletzt wegen ihrer guten Figur. Stattdessen muss sie mit dem Job als Trauzeugin vorliebnehmen.

Es kommt, wie es kommen muss: Der Junggesellinnen-Abschied gerät dank Koks und Champagner zum Desaster. Und immer deutlicher wird, dass sich alle in dieser vergnügungssüchtigen Truppe nach ihrem Mr. Right sehnen.

Regisseurin Headland spart nicht mit derben Sprüchen, versucht jedoch zugleich, die Ambivalenz des modernen Frauendaseins zu thematisieren. Sie lässt kaum ein Problem aus: Egal ob Bulimie, krankhafte Geltungssucht oder auch verdrängte Erinnerungen an Abtreibungen.

Doch gehen solche gewichtigeren Themen in einer großen Portion Klamauk unter. Situationskomik, richtig treff­sichere Dialoge und anarchischer Humor wie zum Beispiel in Paul Feigs „Brautalarm“ haben in „Die Hochzeit unserer dicksten Freundin“ Seltenheitswert. Regisseurin Headland will es einfach nicht gelingen, den richtigen Ton zwischen überdrehter Komik und zynischem Witz zu finden. Sie bietet belangloses Popcornkino für ein postpubertäres Publikum.

Bewertung: 2/5


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