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Frances Hardinge konnte sich überraschend durchsetzen.

Frances Hardinge konnte sich überraschend durchsetzen. © Richard Kendall/Costa Book Of The Year

Auszeichnungen

Jugendbuch-Autorin Hardinge gewinnt Costa-Literaturpreis

Erstmals seit 2001 hat wieder ein Buch für junge Leser den Costa-Preis gewonnen - das zweite in der Geschichte der renommierten Auszeichnung. Freuen darf sich Autorin Frances Hardinge, von der einige Werke auch in Deutschland erschienen sind.

London. Die britische Schriftstellerin Frances Hardinge hat für ihren Jugend-Krimi "The Lie Tree" (Der Lügenbaum) den renommierten britischen Costa-Literaturpreis gewonnen.

Sie erhielt die mit umgerechnet mehr als 40 000 Euro dotierte Auszeichnung, die erst zum zweiten Mal für ein Jugendbuch verliehen wurde, am Dienstagabend in London.

In "The Lie Trie" geht es um das Mädchen Faith, das dem mysteriösen Tod seines Vaters auf den Grund gehen will. Auf der Suche nach Antworten macht es die viktorianische Gesellschaft, in der Frauen wenig zu sagen haben, der jungen Detektivin manchmal schwer.

In der Begründung der Jury hieß es: "Wir alle haben diesen dunklen, ausladenden, äußerst klugen Roman geliebt, der Geschichte und Fantasie in einer Weise durchmischt, die Leser jeden Alters packen wird." Das Buch gibt es bisher nur in englischer Sprache. Von Hardinge sind auf Deutsch unter anderem "Das Mädchen ohne Maske" und "Wunsch Traum Fluch" erschienen.

Die Buchmacher hatten Hardinge hinten gesehen, auch die 42-Jährige selbst wirkte überrascht. Sie habe damit gerechnet, einem Kollegen zum Hauptpreis zu gratulieren, sagte sie. Mit einem Buch für jugendliche Leser hat bisher nur Philip Pullman gewinnen können, der den Preis 2001 für "Das Bernstein-Teleskop" bekommen hatte. Den Costa Book Award gibt es seit 1971.

Hardinge setzte sich unter anderem durch gegen Andrew Michael Hurley mit "The Loney", der in der Kategorie Debütroman gewann, und gegen "A God In Ruins" von Kate Atkinson, die in der Kategorie Roman siegte. In der Kategorie Biografie gewann die teils in Deutschland aufgewachsene Historikerin Andrea Wulf für ihr Buch über Alexander von Humboldt, den Poesie-Preis erhielt Don Paterson für seine "40 Sonnets". Der Costa-Literaturpreis geht nur an in Großbritannien und Irland ansässige Autoren.

dpa


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