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GROSSARTIGER VOKALIST: Gregory Porter machte mit seiner Band die Zuschauer im Aegi froh.© Philipp von Ditfurth

Konzert

Jazzsänger Gregory Porter begeistert im Aegi

Unverkennbar, wer dort im ausverkauften Theater am Aegi auf der Bühne steht. Gregory Porter trägt seine Markenzeichen, die Ballonmütze und den Schal, der die Seiten seines Kopfes verdeckt. Und als der Sänger seine Stimme in „Painted on Canvas“ zum ersten Mal zeigt, ist auch klar, dass hier einer der besten Jazz-Vokalisten der Welt auftritt.

Hannover. 1150 Zuschauer sind ge-kommen, um den gebürtigen Kalifornier und seine Band zu sehen. Sie spielen lebendige, melodische Kompositionen, Porters Gesang verneigt sich vor den großen amerikanischen Vokalisten des zwanzigsten Jahrhunderts. „On my Way to Harlem“ nimmt die Zuhörer mit ins Viertel von Marvin Gaye und Jazz-Poet Langston Hughes. Porter ist „getauft vom Klang der Hörner“, seine Musik zelebriert den Jazz, sein Bariton wärmt die Seele. Und doch bleibt er auch im Hintergrund, wenn einer seiner Instrumentalisten zum Solo ansetzt. Besonders nach Keyon Harrolds Trompetenspiel mischt sich unter Porters Stimme der Applaus der Besucher.

In seiner Jugend ergatterte der 44-jährige ein Football-Stipendium der Universität San Diego State, Profi wurde er aber wegen einer Schulterverletzung nicht. Auch heute noch steckt unter dem grauen Anzug ein kräftiger Mann mit noch kräftigerer Stimme: Das lebendige „Liquid Spirit“ animiert den Saal zum Mitklatschen, „Hey Laura“ ist wiederum ein Lied zum Lauschen. Dann verlässt die Band die Bühne, einzig Pianist Chip Crawford bleibt da und beginnt „Wolfcry“ mit einer Hommage an „Peter und der Wolf“. Nun steht die Stimme allein im Mittelpunkt, zum Klavierspiel füllt Porter den Saal mit einem gefühlvollen Liebeslied, bevor es zu „1960 What?“, in dem sich der Sänger der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung widmet, wieder flotter zugeht. „Want to be free, got to be free“, singt Gregory Porter zum Abschied, die Zuhörer verabschieden sich mit Standing Ovations.

Bewertung: 5/5

VON LILEAN BUHL


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