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WAS GEHT DA BLOSS VOR? Elissa (Jennifer Lawrence) trifft
im gruseligen Mordhaus gegenüber auf Ryan (Max Thieriot).

WAS GEHT DA BLOSS VOR? Elissa (Jennifer Lawrence) trifft
im gruseligen Mordhaus gegenüber auf Ryan (Max Thieriot).

Filmkritik

"House at the End of the Street"

Starke Schauspielerin: Zwischen den „Panem“-Filmen gruselt sich Jennifer Lawrence vor dem „House at the End of the Street“.

Mit den „Tributen von Panem“ wurde sie weltberühmt, mit „Silver Linings“ gewann sie soeben den Golden Globe - und jetzt will Jennifer Lawrence mit „House at the End of the Street“ das Thriller-Genre erobern. So ganz gelingt das nicht, aber das liegt nicht an dem 22-jährigen Nachwuchsstar.

Horror steckt ja prinzipiell schon genug in den „Tributen“: Kinder und Jugendliche bringen sich gegenseitig um, viel schlimmer geht es kaum. Doch nun will es Jennifer Lawrence noch ein bisschen gruseliger, spielt in „House at the End of the Street“ allerdings eine ähnliche Rolle wie die, die sie als Katniss Everdeen im ersten „Panem“-Film berühmt gemacht hat: eine ernsthafte, etwas rebellische Jugendliche mit Helfersyndrom.

Dieses Mal heißt sie Elissa und zieht mit ihrer Mutter Sarah (Elisabeth Shue) von Chicago in eine Kleinstadt. Sarah ist frisch geschieden und hat sich vorgenommen, das Verhältnis zu ihrer Tochter zu verbessern. Bald haben die beiden jedoch ganz andere Sorgen: Im Nachbarhaus hat es vor Jahren einen schrecklichen Mord gegeben. Ein Mädchen tötete seine Eltern, seitdem gilt es als verschollen. Die Dorfbewohner erzählen sich aber Gruselgeschichten, nach denen die Mörderin noch immer in den Wäldern des Örtchens herumgeistern soll.

Auch wenn Mutter und Tochter die Geschichten als Hirngespinst abtun, beginnen sie bald schon, sich unwohl zu fühlen. Als dann mitten in der Nacht das Licht im Nachbarhaus angeht, breitet sich Panik aus. Doch die Dorfbewohner beruhigen: Ryan (Max Thieriot), Vollwaise und Bruder der Mörderin, lebt noch immer in seinem Elternhaus. Vom Dorf wird er wie ein Aussätziger gemieden, weckt jedoch das Interesse von Elissa.

Der Film spielt mit Vorurteilen und Sehgewohnheiten des Kinogängers - und schießt dabei das eine oder andere Mal übers Ziel hinaus. Viele gute Ideen verpuffen, weil Schockmomente eher wahllos aneinandergereiht werden. Die Drehungen und Wendungen vollzieht der Film dabei so schnell, dass die nötigen Erklärungen kaum mehr nachgereicht werden können. Die an Filme wie „The Ring“ oder auch „Blair Witch Project“ erinnernde Ästhetik bewirkt zudem das ungute Gefühl, Ähnliches schon mal besser gesehen zu haben.

An den Darstellern liegt das nicht. Lawrence und Thieriot machen ihre Sache gut. Schön auch das Wiedersehen mit Elisabeth Shue, um die es in den vergangenen Jahren nach ihrem Erfolg in „Leaving Las Vegas“ an der Seite von Nicolas Cage viel zu ruhig geworden war.

Wirklich retten kann die gute schauspielerische Leistung den überladenen und unausgegorenen Film aber nicht. Lawrence-Fans müssen nun auf den zweiten Film der „Panem“-Trilogie warten. Noch lange hin: Ende November ist es so weit.

Bewertung: 3/5

NPInfo

Jennifer Lawrence

Grimmig war das Amerika, aus dem heraus Jennifer Lawrence zum Star wurde.

In dem Sozialschocker „Winter’s Bone“ war sie 2010 die 17-jährige Ree, die ihren verschwundenen Vater finden musste, der mit seiner Kaution das Haus belastet hatte. Eine Woche blieb ihr, um ihre Geschwister und die Mutter vor Obdachlosigkeit zu bewahren, dann wären alle vom Sheriff auf die Straße gesetzt worden. Auf ihrer Suche erfuhr Ree auch in ihrer Familie keine Liebe, nur Zurückweisung, Hass und Gewalt. Lawrence war nominiert für den Hauptrollenoscar, unterlag aber gegen Natalie Portman („Black Swan“). Als Arena-Kämpferin Katniss Everdeen in „Die Tribute von Panem“ spielte sie sich im Vorjahr in die Top Ten der Hollywood-Schauspielerinnen, für ihre Rolle der depressiven Tiffany in „Silver Linings“ erhielt sie Montag den Golden Globe. Und in der Comic-Verfilmung „X-Men – erste Entscheidung“ über die Jugendjahre der X-Men spielte sie die Rolle der Mystique.


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