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Im Schauspielhaus: Das Stück „Richtfest“ – hier mit Janko Kahle –  wird in zwei Teilen aufgeführt.

Im Schauspielhaus: Das Stück „Richtfest“ – hier mit Janko Kahle – wird in zwei Teilen aufgeführt.
© Foto: Ribbe

Lange Nacht der Theater

Hannover: Was für ein Riesen-Theater!

Am 20. Mai startet in Hannover wieder die Lange Nacht der Theater. Nun wurde das Programm für die 16. Auflage vorgestellt.

Hannover. Weitläufiger Raum, hohe Decke, dort oben dicke Rohre, dicke Stränge, unten Betonboden, auf dem enorme Leinwandflächen aufgespannt sind, hinten stehen Holzböcke in regelmäßigen Abständen.

Nun gut, der Malsaal in der Werkstatt des Staatstheaters, rückwärtig der Stadtbibliothek an der Hildesheimer Straße gelegen, zeichnet sich deutlich mehr durch industrielle als durch kulturelle Atmosphäre aus. Dass er dennoch auserkoren wurde, um der Presse Neuerungen und Höhepunkte der Langen Nacht der Theater zu präsentieren, hat seinen Grund: Die schon recht bejahrte Werkstatt ist ein Programmpunkt der 16. „Langen Nacht“ am Sonnabend, den 20. Mai: Es gibt ab 18 Uhr stündlich vier Termine, bei denen das Publikum besichtigen kann, „was hier handwerklich so durchgeht“, wie es Tanja Schulz, Sprecherin des Staatstheaters, erläuterte.

Wieder beteiligen sich mehr als 30 Bühnen, wieder können Neugierige bequem mit einem Bus-Pendelservice (siehe Info) Einblicke in einen Querschnitt des hannoverschen Theaterlebens nehmen. Für Kulturdezernent Harald Härke „ein absolutes Erfolgsmodell“, nicht nur wegen „der durchschnittlich 5000 Besucher“, sondern auch wegen der Synthese aus Staatsschauspiel und freier Theaterszene, zu der sich die „Lange Nacht“ seit 2002 entwickelt habe.

Wer mag, kann sich im Opernhaus und im Schauspielhaus auch komplette Aufführungen anschauen – oder auch nur einen Teil einer aktuellen Inszenierung: Im Opernhaus steht ab 19.30 Uhr Teil eins des Balletts „Gefährliche Liebschaften“ von Jörg Mannes auf dem Programm, Teil zwei beginnt dann um 20.40 Uhr. Im Schauspielhaus wird das „Richtfest“ geboten: Teil eins ab 18 Uhr, Teil zwei ab 19.20 Uhr. Später, um 22 und 23 Uhr, sind Ausschnitte aus dem Stück zu sehen. Interessant bis saukomisch könnte es auf der Cumberland-Bühne werden, wo Mathias Max Hermann um 20 und 21 Uhr seine Version des TV-Rateklassikers „Was bin ich?“ zeigt, unter der Fragestellung „Sein oder Nichtsein?“ – „Ja oder Nein?“.

Von phänomenaler Vielfältigkeit ist das Angebot der freien Theater. Harald Schandry vom Kinder-Theater-Haus/Klecks-Theater, empfiehlt Gelassenheit angesichts der Gefahr, den Überblick zu verlieren: „Das ist ein schöner Abend zum Flanieren und sich überall kleine Pralinchen herauszupicken.“ Fast alle Spielorte bieten etwa halbstündige Happen aus ihren Programmen, Schandry schlägt für einen Besuch die Eisfabrik vor, wo Landerer&Company „Die Übersetzer“ tanzen (19 und 21 Uhr) und sich abwechseln mit Commedia Futura, die um 20 und 22 Uhr Szenen aus der Tanztheater-Produktion „Post Mortem“ anbieten. Interessant findet Schandry auch das Dostojewskii/Berardi-Projekt des jungen Teams vom Theater an der Glocksee: „Raskolnikow – Humanity is overrated“ (20, 21, 22 Uhr).

Info

Karten sind nur an der Kasse im Schauspielhaus (Prinzenstraße 9) erhältlich. Für 15 Euro (nur Barzahlung) gibt es ein Einlassband und Tickets für zwei Vorstellungen. Für alle weiteren Vorstellungen gibt es kostenlose Karten 30 Minuten vor Beginn am jeweiligen Spielort.

Kostenlose Üstra-Kulturbusse fahren ab 17.15 Uhr auf vier extra eingerichteten Routen, bringen die Besucher von Theater zu Theater. Start ist am Kröpcke/Opernplatz, wo alle Routen zusammenlaufen. Route A fährt im 15-Minuten-Takt, die restlichen Strecken werden alle 30 Minuten bedient.

Von Michael Lange


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