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Rappte in Hannover: Marteria.© Wilde

Konzert

Hannover: 10.000 feiern Marteria auf Ideen-Expo

Das muss man sich erlauben können: Sich selbst drei Minuten von den Background-Sängerinnen herbeisingen lassen in einem "Maaaaateeeeriaa"-Gospel. Marteria kann es, er ist einer, wenn nicht der erfolgreichste Rapper, der derzeit in diesem Land veröffentlicht.

Hannover. So bekommen die 10.000 Fans auf dem Messegelände, als er dann doch endlich kommt, auch sogleich einen Hit serviert: "Oh mein Gott, dieser Himmel!", singt er, "Wie komm ich da bloß rein?".

Auf der Ideen-Expo, in deren Rahmen er Auftritt, sollte es zwar eher um Fragen der direkten Zukunft junger Menschen gehen. Aber langfristig betrachtet ist das ja auch eine gute Herangehensweise.
Die Zukunft spielt hier sowieso nur auf anderen Ebenen eine Rolle. Älterwerden, das ist weit weg von vielen Fans, auch, wenn Marteria durchaus mal moniert, dass keiner seiner Freunde mehr "Bock auf Kiffen, Saufen, Feiern" hat. Geht hier anders.

Aber schon im dritten Lied geht es dann doch kurz um Berufsperspektiven. "Komm zurück und zieh nach Berlin/Was macht man ohne Abi? Schauspiel studier'n!". Vielleicht nicht der Wunsch, den viele Eltern für ihre Kinder hegen. Aber die meisten Eltern verstehen auch nicht, wie viel Spaß es machen kann, "Ich bin ein Marteria Girl" auf den Bass eines M.I.A.-Instrumentals zu singen. Generationenfrage. Die hier ist sehr zufrieden, zwei Stunden lang.

Sebastian Scherer


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