Navigation:
PERCUSSION MIT AUTOFELGEN: Das Becaye Aw Trio aus Mauretanien und Norwegen bestach zum Masala-Finale mit einem ganz eigenen Sound.

PERCUSSION MIT AUTOFELGEN: Das Becaye Aw Trio aus Mauretanien und Norwegen bestach zum Masala-Finale mit einem ganz eigenen Sound.© Thomas Langreder

|
Festival

Grandioses Finale des Masala Festivals mit dem Becaye Aw Trio

Zum Masala-Finale ein Nord-Süd-Dialog der besonderen Art. Becaye Aw stammt aus Mauretanien, lebt in Norwegen und spielt seine Gitarre wie ein afrikanisches Saiteninstrument, aber mit jazzigen Improvisationen und bluesigem Unterton, er singt Lieder aus der Fulani-Tradition, mit dunkel-warmer Stimme, und auch die sind oft bluesig gefärbt.

Hannover. Olaf Torget, der Norweger, wiederum spielt einen afrikanischen Vorläufer des Banjo, aber auch die E-Gitarre, brillante Läufe und Akkorde im grandiosen Wechselspiel mit den vielfältigen Klängen Becaye Aws. Und Helge Norbakken, der poetische Zauberer unter den Percussionisten, lässt Stöcke oder Reisigbesen auf seinen zwei Djemben wirbeln und entlockt den Autofelgen vor ihm helle Metallklänge und Becken in unendlich vielen Klängen spacige Tusche. Langsam und still fangen die Stücke des Trios an und steigern sich dann zu einem Klanggewebe, auf dem sie die Zuhörer in berauschende Höhen abheben lassen.

Bewertung: 5/5

Ein beeindruckendes Highlight zum Festival-Finale, so als wolle sich Masala vor seiner fast zweijährigen Pause nachdrücklich ins Gedächtnis fräsen. Kaum wollten die 250 Zuschauer im Saal das Trio gehen lassen: „Neben Rosario Smowing aus Argentinien und der Tunesierin Emel Mathlouthi eins der Top-Konzerte dieses Festivals“, sagt auch Christoph Sure von Organisatoren-Team.

Insgesamt war es ein hochkarätiges Festival, das mit 5000 genauso viele Zuschauer erreichte wie kalkuliert und damit 40 Prozent des Etats in Höhe von 160000 Euro einspielte. Dass die 13 Konzertabende erstmals mit dem übergreifenden Thema Flucht und Migration verbunden wurden, sei sehr gut aufgenommen worden: „Bei der Diskussion und beim Film war die Beteiligung höher als erwartet“, sagt Sure, „das Thema Migration ist von Weltmusik nicht zu trennen, von Romengo aus Ungarn bis Calypso Rose aus Tobago sprechen es viele Künstler auf der Bühne selbst an.“

Anders als noch auf dem Programmheft angekündigt, wird es 2013 wegen des Pavillon-Umbaus kein Masala-Festival geben: „Ohne die Infrastruktur und das Personal des Pavillons ist das Festival auch in kleinerem Format kaum zu machen.“ Beim viertägigen Fest der Kulturen zum Rathaus-Geburtstag wird es Weltmusik geben, ansonsten kommt Masala 2014 in neuer Frische wieder: „Unsere Förderer haben uns signalisiert, dass wir so verankert sind in der Förderung, dass die Gelder nicht in Gefahr sind“, so Sure. „Von uns aus ist ganz klar: Ab 2014 findet Masala wieder jährlich statt.“


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Vier Spiele Sperre für Sané - 96 verzichtet auf weiteren Einspruch. Richtig so?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie