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17:49 08.10.2018
Die bringen Farbe in den Jazz: Das Andromeda Mega Express Orchestra ist eines der eigenwilligsten Großensembles des Landes: Progressiv Rock und Jazz im gekonnten Mix. Die Truppe ist auch schon in der Elbphilharmonie gefeiert worden. Quelle: Fendt
Hannover

Große Namen und große Ideen für die Zukunft, der Jazz in Hannover wird in der kommenden Woche deutlich hörbar sein mit tollen Bands und bekannten Namen.

Und der Jazz punktet auch überregional. Denn Hannovers Jazzmusiker Initiative (JMI) hat die Tagung der Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ) in diesem Jahr in den Pavillon geholt. „Das ist auch eine Auszeichnung für unsere City of Music“, so Arne Pünter, Vorsitzender der JMI. Profis diskutieren ab Donnerstag über Themen wie Kinder und Jazz, über soziale Absicherung, Geschlechtergerechtigkeit im Jazz und über öffentlich geförderte Spielorte. Da werden dann auch Startrompeter Til Brönner und Oberbürgermeister Stefan Schostok dabei sein.

Ein „House of Music“, das soll es für Hannover sein, findet Initiator Andreas Burckhardt (Tonhalle), der bei dieser Runde zehn Mäzene präsentieren will, die sich mit jeweils 10 000 Euro an diesem Projekt beteiligen wollen. Dann ist ein Anfang gemacht, es sollen mehr werden.

Das Musikhaus könnte am Weidendamm hinter dem Güterbahnhof stehen. Auch die Kosten sind schon sichtbar: „Wir rechnen mit fünf Millionen“, so Burckhardt, der seit zwei Jahren an dem Projekt arbeitet. Das „House of Music“ soll Amateuren offen stehen, Profis, und über verschiedenen Übungs- und Konzerträume verfügen. Und allen Musikrichtugen offen stehen, sich dadurch von Till Brönners „House of Jazz“ in Berlin abheben: „Dazu ist Hannover zu klein.“

Aber groß genug für tolle Konzerte, wie die am Freitag beginnende Jazzwoche beweist: Mit dabei ist unter anderem Fette Hupe zusammen mit Sängerin und Komponistin Laura Winkler mit einem kleinen Festival im Festival, weil hier zusammen mit zwei Schul-Big-Bands gejazzt wird (14. Oktober ab 18 Uhr in der Faust Warenannahme). Für die Freude der experimentellen Klänge: Am !7. Oktober gastieren die beiden Stimmkünstler Lauren Newton und Phil Minton mit Improvisationen im Keller III (ab 20 Uhr). Die international gefeierte Jazz-Pianistin Aki Takase ist mit einem Solo im Bechstein Centrum (19. Oktober ab 20 Uhr). Und wer weiß, dass sich Klassik, Jazz und Pop nicht ausschließen, geht mit dem Andromeda Mega Express Orchestra auf große Fahrt (12. Oktober, ab 20 Uhr im Pavillon). Grenzüberschreitend, weil Jazz mit Rap mixend wird der Abend im Indiego mit Pecco Bill und Kasimir Effekt mit viel Elektronik und Schlagwerkeinsatz (20. Oktober ab 20.30 Uhr) – alles reichlich tanzbar. Am 18. Oktober treffen sich die beiden Unesco-City-of-Music-Städte Mannheim und Hannover mit dem Alexandra Lehmler Quartett und dem Lars Stoermer Quartett – zwei Größen am Saxophon (Tonhalle, ab 20 Uhr).

Und nach den Konzerten ist jeweils vor den Konzerten. Im Nachtprogramm steigen dann open end die „Linden Jazz Sessions“.

Das schön gestaltete Heftchen zur Jazzwoche gibt es im Pavillon und in vielen öffentlichen Einrichtungen.

Der Eintritt zum UDJ-Kongress (11. und 12. Okober ganztägig) ist frei – Voranmeldung erbeten.

Von Henning Queren

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