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Bundespräsident Joachim Gauck beim Einsteigen, hinter ihm die Skulptur «Banding Man» (Ausschnitt) von Yue Min Jung.

Bundespräsident Joachim Gauck beim Einsteigen, hinter ihm die Skulptur «Banding Man» (Ausschnitt) von Yue Min Jung. © Bernd Thissen

Bundespräsident

Gauck bei großer China-Ausstellung in Düsseldorf

Der Bundespräsident hat sich in Düsseldorf einen Überblick über die zeitgenössische Kunst Chinas verschafft. Er kündigt eine deutsche Ausstellung in China an.

Düsseldorf. Nach der städteübergreifenden Ausstellung "China 8" in Deutschland soll es eine vergleichbar große Ausstellung zeitgenössischer deutscher Kunst in China geben.

Das kündigte Bundespräsident Joachim Gauck am Dienstag bei einem Besuch von "China 8" in Düsseldorf an. Geplant sei, dass deutsche Künstler sich "in vergleichbarer Breite in China darstellen können", sagte Gauck.

An der "China 8"-Ausstellung in neun Museen in acht Städten des Ruhrgebiets und Rheinlands sind rund 120 Künstler aus der Volksrepublik mit etwa 500 Werken beteiligt. Die noch bis 13. September laufenden Ausstellungen haben bisher fast 100 000 Besucher angezogen.

Gauck betonte nach dem Besuch der zentralen Schau im NRW-Forum, dass bei der Auswahl der chinesischen Werke "keine staatliche Restriktion" der chinesischen Behörden erfolgt sei. "Das ist bemerkenswert, und ich will das ausdrücklich loben", sagte er. Im Vorfeld von "China 8" hatte es Kritik gegeben, die chinesischen Behörden hätten die Auswahl der Künstler kontrolliert. Der künstlerische Leiter Walter Smerling wies dies erneut zurück. "Fakt ist, dass wir nicht zensiert wurden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Auf Bitte der chinesischen Seite soll Smerling die Konzeption der deutschen Gegenausstellung in China übernehmen.

Gauck zeigte sich überrascht von der "großen Bandbreite künstlerischer Ausdrucksmittel" der aktuellen Kunst Chinas, die ihm einige "Aha-Erlebnisse" verschafft habe. Für ihn sei die Ausstellung eine "wunderbare Ergänzung" zu der Schau des regierungskritischen Künstlers Ai Weiwei vor einiger Zeit in Berlin. "Jetzt hat sich mein Bild wesentlich erweitert." Gauck sagte, angesichts der Unterschiedlichkeit der Gesellschaften in Deutschland und China gebe es häufig "Grund für kritische Einwände". Für Debatten auf dem Gebiet der Politik und Rechtskultur bleibe aber noch genug Zeit.

dpa


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