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Hallelujah: So sehen die trauernden Nonnen von „Non(n)sens“ aus.

Hallelujah: So sehen die trauernden Nonnen von „Non(n)sens“ aus.
© Nancy Heusel

Musical

Fünf Damen machen „Non(n)sens“

Am 28. September hat im Sofaloft „Non(n)sens“ Premiere, die erste Produktion der neuen Musical Factory Hannover. Jetzt gab es einen ersten Einblick in die Probenarbeit.

Hannover. Um Himmels Willen! Was sind denn das für Nonnen? Eigentlich sollen sie doch ihre kürzlich an Fischvergiftung verstorbenen Mirtschwestern betrauern. Doch die eine zeigt fröhlich Netzstrümpfe unter dem Habit. Die nächste kann sich an nichts erinnern, weil ihr zwar nicht der Himmel, aber ein kreuz auf den Kopf gefallen ist. Und die dritte frotzelt: „Das war dann wohl das letzte Abendmahl.“ Und fügt hinzu: „Klosterhumor.“ Davon gibt es reichlich, in dem Musical „Non(n)sens“, das nächste Woche Hannover-Premiere feiert.

Schauplatz ist das Sofaloft. Produziert hat es die hannoversche Schauspielerin und Musical-Darstellerin Julia Goehrmann mit ihrer neuen Musical-Factory, mit der sie künftig jährlich zwei Produktionen auf die Beine stellen will. Zum musikalischen Team gehören die in Hannover einschlägig bekannten Acdel Ladeur, Markus Matschkowski und Burkhard Niggemeier. Regie führt Ex-Landesbühnen-Chef Gerhard Weber, der Hannover einst mit dem „Sommernachstraum“ in Herrenhausen verzauberte.

„Es ist das meistgespielte Broadway-Musical“, sagt er, „eigentlich ja ein Off-Broadway-Stück“, also eine jener Produktionen, die abseits des New Yorker Hochglanz-Entertainments auf frechere, relevantere, letztlich frischere Stücke setzen: „Es ist total spritzig“, findet Weber, „und entspricht genau meinem Humor.“ Das Stück des Autors Dan Goggin stellt die Benefizgala dar, mit der die fünf verbliebenen Nonnen – neben Goehrmann die Musical-Profis Angelina Arnold, Victoria Müller, Dorina Pascu und Karina-Lisa Pauritsch – Geld für die angemessene Bestattung der Verblichenen einsammeln wollen.

Sylvia Sobbek, Geschäftsführerin des Sofalofts, hat den Veranstaltungsraum gerne zur Verfügung gestellt, erzählt sie: „Musical hatten wir hier noch nicht – machen wir, habe ich gesagt.“ Außerdem: „Im Oktober wird der Raum zehn Jahre alt, das ist wie eine kleine Feier.“ Sonst gibt es in dem ehemaligen Lagerraum ihres Möbelgeschäfts sechs Veranstaltungen im Monat – nun werden es zwei Dutzend. Trubelig wird es, das zeigt bereits eine kleine Kostprobe für Pressevertreter.

Selig sind die Überlebenden: Die Bühne ist ein kreuzförmiger Laufsteg, auf dem die Damen ordentlich in Bewegung sind und ihre nicht immer gottgefälligen Lieder zum Tanzen bringen: „Jeder hat sein Kreuz zu tragen“, scherzt die Oberin (Pascu): „Wir dürfen sogar auf einem spielen.“

Premiere ist am kommenden Donnerstag im Sofaloft (Jordanstraße 26). Gespielt wird bis zum 19. November. Karten kosten 29 und 34 Euro plus Gebühren. Mehr Informationen gibt es hier.

Von Stefan Gohlisch


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