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SCHÖN SCHRÄG: Die chilenische Gruppe La Re-sentida schreibt ab heute bei den Theaterformen die Geschichte ihres Landes neu – mit „La Imaginación del Futuro/Fantasie für morgen“.

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Theater

Festival Theaterformen - Die Bühnenbretter, die die Welt bedeuten

Ab heute bedeuten die Bretter der Bühnen des Schauspielhauses wieder buchstäblich die Welt: Die 25. Ausgabe des Festivals Theaterformen beginnt und zeigt bis Ende kommender Woche in mehr als 120 Veranstaltungen einmal mehr die Vielfalt des internationalen Theaters.

Der offizielle Start ist heute Abend eine „Fantasie für morgen“ - „La Imaginación del Futuro“ hat die chilenische, für durchaus anarchische Produktionen bekannte Gruppe La Re-sentida ihr Stück genannt. Darin spielt sie durch, wenn es damals in ihrer Heimat ganz anders gekommen wäre und sich Augusto Pinochet nicht an die Macht geputscht hätte.

In Wahrheit beginnt das Festival schon nachmittags: Das Containerdorf, das der Regisseur Julian Hetzel auf dem Opernplatz aufgebaut hat, öffnet bereits um 17 Uhr. Die Installation „Still“ darin lädt - die NP berichtete - den Besucher ein, sich mit seinem Verhältnis zur Zeit auseinanderzusetzen. Es ist ein Beispiel dafür, wie das Festival in die Stadt hinausgeht.

Ein anderes: die „Situation Rooms“ der Berliner Gruppe Rimini-Protokoll (ab übermorgen). Im und um den Pavillon am Raschplatz ist eine theatrale Landschaft entstanden, in der der internationale Waffenhandel beleuchtet wird. Bewaffnet mit einem Bildschirm und Headset, begegnet der Besucher den Protagonisten der weltweiten Mordindustrie.

Außerdem ist Rimini-Protokoll ab morgen zu Gast in hannoverschen Wohnzimmern: Bei „Hausbesuch Europa“ diskutiert die Runde am Tisch die europäische Idee, mit theatralen Interventionen. Es ist eine Idee der neuen Künstlerischen Leiterin des Festivals, Martine Dennewald, erstmals Gruppen - vier Gruppen mit je zwei Produktionen - einzuladen. So soll der Besucher vergleichen können und selber zum Experten werden.

15 Produktionen werden insgesamt gezeigt, acht sind deutsche Erstaufführungen. Mit „Joseph_Kids“ (ab Montag) ist sogar ein Stück für Kinder ab vier Jahren dabei. Und in „The Record“ (ab Donnerstag) spielen 44 Hannoveraner mit.

Flankiert wird das mit einem umfangreichen Rahmenprogramm, zum Beispiel mit kostenlosen Open-Air-Konzerten im Festivalzentrum, aber auch mit Festivalfrühstücks an den beiden Sonnabenden ab 11 Uhr.

Die Eröffnungspremiere der Theaterformen, „Fantasie für morgen“, beginnt heute um 19.30 Uhr im Schauspielhaus. Es gibt noch Restkarten für 14 bis 25 Euro.

www.theaterformen.de

Das Festivalzentrum

Während der Theaterformen wird der Innenhof des Schauspielhauses wieder zum Festivalzentrum: Tagsüber ist es eine Ruheoase, an jedem Abend außer kommenden Montag wird es zur Arena für kostenlose Open-Air-Konzerte mit Künstlern aus dem alternativen Spektrum, meist ab 21.30 Uhr. Den Anfang machen heute bereits ab 21 Uhr Sopha & Oum Shatt mit Klängen zwischen Kammermusik und Pop. Morgen kommt mit JaKönigJa eine echte Independent-Institution (ab 22.30 Uhr), übermorgen einer der bekanntesten Vertreter der Hamburger Schule: Die Sterne. Am Dienstag sind die ebenfalls fest etablierten Avantgardisten F.S.K. da, am Mittwoch das Kölner Ambient-Duo Klangwart. Am Donnerstag kommen die schwer angesagten Schnipo Schranke, am Freitag Mirel Wagner (ab 22 Uhr). Am 11. Juli bieten Haioka, DJ Chris Blank und DJ Virginia ein Elektronika-Liveset. Den Abschluss tags darauf machen die Pentatones – die Band von Regisseur Julian Hetzel, der auch das Programm organisierte.


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