Navigation:
Live in Hannover

Exodus & Co. rocken das Capitol

Schlagzeuger Tom Hunting steigt zur Begrüßung auf seinen Drum-Hocker: „Hey, hey, hey!“, schreit er in die Menge, und die johlt besessen zurück.

Hannover. Sogleich folgt der unerbittliche Gitarrensound, die Bass-Schlagzeug-Eruption - der Schädel brummt und lässt schön grüßen. Sänger Steve „Zetro“ Souza ist nicht der Schönste, auch für seine Plauze geniert er sich nicht, warum auch. Ein Genuss - Exodus.

Im Capitol kann man sich endlich mal wieder ein paar ordentliche Metal-Backpfeifen und einen Hardrock-Tritt abholen. „Hau den Lukas“, fast vier Stunden lang. Die „Battle Of The Bays Tour“ müsste eigentlich „Bay vs. Gulf Tour“ heißen, denn Exodus kommen aus San Francisco, Obituary aus dem heißen Florida. Und um die Konfusion noch zu steigern: Prong stammen aus New York, und King Parrot, die das Los des Opener an diesem Abend gezogen haben, sind extra aus Australien angereist.

Tommy Victor, Gitarrist und musikalischer Kopf von Prong, spielte in seiner Freizeit schon bei den Industrial-Monstern von Ministry. Kein Wunder also, dass sein Trio sehr laut ist. Recht eintönig hämmern sie einen Song nach dem anderen heraus, Metal-Monotonie, das kommt 45 Minuten lang erstaunlich gut an.

Das Capitol ist mit 650 Zuschauern ansehnlich gefüllt, das gilt auch für einige der Metalheads im Publikum - Freitag ist Biertag. Obituary haben die längsten Haare des Abends und lassen Zahnplomben schmelzen. „Ten Thousand Ways To Die“ - Death Metal mit starken Gitarrenriffs, die Soli stechen wie die Hornissen. „Slowly We Rot“ und „Cause of Death“ haben die Death-Metal-Szene geprägt. John Tardys grantiger Gesang, die handfeste Wut; Obituary sind böse - können zum Schluss dann aber auch mal lächeln. 4*


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Was halten Sie von einem Rauchverbot im Auto?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie