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Erleichtert: Nico Röger vom örtlichen Veranstalter Hannover Concerts.

Erleichtert: Nico Röger vom örtlichen Veranstalter Hannover Concerts.

Guns n’ Roses

„Es war ein sehr aufregender Abend“

Er wirbelte hinter den Kulissen, damit das Guns-n’-Roses-Konzert trotz aller Widrigkeiten ablaufen konnte: Nico Röger von Hannover Concerts im Interview.

Hannover. Diesen Abend wird auch er so bald nicht vergessen: Hannover-Concerts-Geschäftsführer Nico Röger über die Herausforderungen des Guns-n’-Roses Konzerts.

Wie haben Sie den Abend erlebt?

Geschlafen habe ich noch nicht so richtig – das Adrenalin (lacht). In erster Linie bin ich froh, dass alles so reibungslos gelaufen ist. Bei dieser Größenordnung, mit 75 000 Besuchern, kann man natürlich nicht auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Aber wie die Zusammenarbeit im Hintergrund gelaufen ist, mit den Behörden, mit der Polizei, das war sensationell: offen, ehrlich und immer konstruktiv. Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten.

Wie hat die Band es aufgenommen?

Gut. Die wussten vorher Bescheid. Wir haben sie auch erst ein bisschen später auf die Bühne geschickt, weil sich ein erster Platzregen ankündigte und wir sicher gehen wollten, was kommt und was nicht. Dann hat es sich aber sehr schnell zusammengebraut, und wir mussten reagieren. Für die Band war nur wichtig, dass wenn sie weitermachen, sie nicht noch einmal unterbrechen müssen. dann wäre die Show wohl vorbei gewesen.

Dauerte es deswegen so lange, bis es weiterging?

Genau. Wir haben um 22 Uhr die Information bekommen, dass südlich und westlich von Hannover weitere Unwetter vorbeizogen. Wir haben uns ständig mit dem Wetterdienst vom Flughafen, der Feuerwehr, dem Management abgestimmt und beschlossen, dass wir warten, bis alles vorbei ist.

Es gab ein paar Beschwerden über das Gedränge bei der Räumung und auch darüber, dass nur auf einer Seite des Geländes Hallen für die Besucher reserviert waren.Später wurde noch die Halle 12 auf der anderen Seite hinzugenommen. Warum?

Das hatten wir vorher so festgelegt und auch kommuniziert. Die vorgesehenen Hallen 24, 25 und 26 haben genug Fassungsvermögen für so viele Menschen. In der Halle waren ein großes Gastronomielager, ein Toilettenlager und die Haupteinsatzzentrale der Rettungskräfte. Wir wollten vermeiden, die Menschen unkontrolliert in die Halle zu lassen. Als es dann so schnell gehen musste, gab es wenig Reaktionszeit. Wir haben die Halle, als der Andrang so groß war, dann aber doch noch geöffnet und die benachbarte Halle auch noch.

Und das Gedränge?

Wir haben den Notfallsprecher extra vorher schon mal auf die Bühne geschickt, damit die Leute ihn kennen, damit sie Zeit haben, sich zu orientieren. Darauf, dass das nicht jeder tut, haben wir keinen Einfluss. Dass man immer noch alles verfeinern kann und verfeinern wird, ist klar. Aber wenn man bedenkt, wie es zu der selben Zeit in der Stadt aussah, kann man sich nur beglückwünschen, wie es bei uns lief.

Ein Unwetter ist heutzutage nur eine Gefahrenlage bei Großveranstaltungen. Gab es Anzeichen für andere?

Überhaupt nicht. Wir haben uns super-sicher gefühlt. Ich hatte LKA-Mitarbeiter da, die im Hintergrund unsere Security-Leute kontrolliert haben. Die haben gesagt, es sei vorbildlich gewesen, wie alles gelaufen ist.

Unterm Strich: Was war es für ein Abend?

Der wird mir definitiv mein Leben lang im Gedächtnis bleiben. Es war einzigartig – auch dass die Band bis 1 Uhr spielen durfte. Die Stimmung auf dem Platz hätte kaum besser sein können. Es war ein sehr aufregender, sehr nasser Abend – mit Happy End.

Von Stefan Gohlisch


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