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RASANTE SHOW: Christian Ehrlich rast aus einem iPad mit der Harley auf die Bühne, wo ihn Bruder Andreas schon erwartet.© Frank Wilde

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Theater

Ehrlich Brothers begeistern ihr Publikum im Theater am Aegi

Das durfte nicht fehlen: das große Herz, gebogen aus Eisenbahnschienen. Eine Paradenummer der Ehrlich Brothers, die sie natürlich auch wieder bei ihrer ausverkauften Doppelshow im Theater am Aegi zeigten. Die Zauberbrüder sind immer noch mit ihrem Programm „Magie - Träume erleben“ auf Tour. Die wird auch nächstes Jahr noch fortgesetzt.

Hannover. Kein Wunder, denn die preisgekrönten Top-Illusionisten liefern eine souveräne, kurzweilige und frische Show ab. Die orientiert sich an der internationalen Spitze, an Siegfried und Roy, David Copperfield oder Hans Klok - und ist zugleich ausgesprochen sympathisch, weil die beiden Brüder von Beginn an eine wohlige Vertrautheit erzeugen. Unkompliziert, natürlich und charmant kommen sie rüber und ziehen ihre Show flott durch. Sie duzen das altersmäßig völlig durchmischte Publikum von sechs bis 80 und bauen so Distanz ab. Die Brüder moderieren mit kleinen Witzen, spontanen Doppeldeutigkeiten und gegenseitigen Frotzeleien.

Zudem sind sie extrem publikumsnah: Oft huschen sie durch die Sitzreihen und fischen sich Kinder und Erwachsene heraus, die dann zum Beispiel auf der Bühne mit einem Hammer zu Prüfzwecken gegen Stahlrequisiten donnern dürfen, um deren Echtheit zu prüfen. Und auch wenn zwischendurch eine Riesensäge ordentlich rote Farbe spritzen lässt, bleibt es familienfreundlich und heiter. Andreas gibt mit seinem Plüschkamel Alexandrio den Bauchredner und liest in den Gedanken einer Zuschauerin, an welche Stadt die gerade denkt (ausgerechnet Laatzen). Und Star-Comedian Mario Barth wird auch live zugeschaltet. Wirklichkeit oder Illusion - wer weiß das schon?

Die großen Kracher und zarte, fast poetische Nummern wechseln sich ab: So donnern die Ehrlichs mit einer Harley Davidson aus einem überdimensionalen iPad heraus auf die Bühne oder lassen sie innerhalb von Sekunden aus einem Kern ein Orangenbäumchen wachsen, an denen auch noch die Früchte ausreifen. Wundervoll.

Bemerkenswert: Die Bühne ist immer hell erleuchtet; eine Kamera liefert Nahaufnahmen für die Leinwand. Eine transparente Show also - und trotzdem bleibt die Illusion jederzeit erhalten. Kaum ein Zuschauer, der während der Vorstellung nicht nach Seilen und Spiegeln Ausschau hält. „Löffelverbiegen war gestern“, sagt Chris, während er genau das tut - und ergänzt lachend, kurz bevor die Vorstellung mit stehenden Ovationen endet: „... und wer die Show zum zweiten Mal sieht, sieht auch, wie es geht“. Aber das ist bestimmt auch wieder nur ein Trick.

Bewertung: 5/5

Wieder am 30. Januar in der Swiss-Life-Hall, ab 15 und 20 Uhr. Karten (44,20 bis 79,95 Euro) gibt es in den NP-Ticket-Shops sowie unter: tickets.neuepresse.de


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