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Kultur „Dirty Dancing“ als Musical
Nachrichten Kultur „Dirty Dancing“ als Musical
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10:56 07.03.2018
Hoch hinaus: Beim Musical „Dirty Dancing“ stimmt die Choreographie mit dem Film überein. Quelle: Franson
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Hannover

Es war das Highlight der Achtzigerjahre. Vor 31 Jahren kam „Dirty Dancing“ in die Kinos – und prägte eine ganze Generation. Heiße Tänze, eine rührende Liebesgeschichte und eine sehr große Wassermelone. Mindestens so groß sind die Fußstapfen, in die die Musicalversion des Kino-Klassikers tritt.

„Ich habe eine Wassermelone getragen“. Ein Satz, der den Film prägt und bei denen das Publikum am Wochenende in der Swiss Life Hall schon loslacht, bevor er überhaupt ausgesprochen ist. Das Musical von Eleanor Bergstein reißt 8000 Fans mit, die in den vier Shows in Hannover dabei waren. Ganze Szenen und Choreographien sind in den Köpfen der Fans schon vorher verankert: Die Musical-Adaption hält sich strickt ans Drehbuch.

Frances „Baby“ Houseman ist süß, zielstrebig und etwas tollpatschig. Tanzlehrer Johnny Castle ist gut aussehend, mysteriös – und dazu noch dieser Hüftschwung. Da gab es auch schon einmal anzügliche Pfiffe, wenn Johnny ohne Oberteil auf seinem Bett sitzt. Manche Fans in der Swiss Life Hall scheinen den Film sicherlich ein Dutzend Mal im Kino gesehen. Die Erwartungen sind also von Anfang an gewaltig. FIlm-Anspielungen und Tanzschritte müssen stimmen – und das tun sie auch.

2011 kam das Musical schon einmal nach Deutschland, ist seit 2014 auf Tournee. Die Macher wissen also, was sie da tun. Sie erzeugen die perfekte Illusion – und lassen die Zuschauen mit dem Heben des Vorhangs in das Jahr 1963 reisen. Es ist eine Geschichte rund um Romantik und ums Erwachsenwerden. Die junge „Baby“ entwickelt sich schnell zur Frau. Darstellerin Anna-Louise Weihrauch gelingt es dabei gut mitzuhalten.

Heiße Tanzeinlagen folgen, Johnny gibt „Baby“ Tanzstunde. Als der Tanzlehrer seinem Schützling zärtlich unter den Armen berühren will, bricht diese in Gelächter aus. So auch das Publikum. Die Szenen sind vorhersehbar, aber auch noch mehr als 30 Jahren immer noch amüsant. Die Darsteller geben wirklich alles, um sich möglichst sinnlich zu bewegen. Sie verschlingen ihre Körpern, die oft sehr kurzen Röcke fliegen hoch.

Das „Dirty Dancing“-Musical ist eine beeindruckende Tanzshow auf hohem Niveau. Und auch die Musik steht dem in nichts nach – der Live-Gesang ist sehr gut.

„Baby“ ist sympathisch und lieb. Da sind die Fans bereits den Tränen nah, als Johnny seinen Job verliert und gehen muss – mit dem Wissen, dass er zurückkommt, denn: „Mein Baby gehört zu mir!“

Von Karina Hörmann

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