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16:31 04.02.2018
Das volle Brett: Wenn die Dudelsäcke richtig loslegen, wird es schottisch ums Herz. Quelle: Behrens
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Hannover

Dieser Klang hat fast hypnotische Wirkung. Wenn die 120 Dudelsackspieler und Trommler spielen, geht der geballte Sound mit dem typischen Dauerton durch Mark und Bein – und erzeugt Gänsehautwellen. Was für ein Hörerlebnis.

Und wenn sich diese Masse an Musikern – die „Massed Pipes and Drums“, geleitet vom Schotten Eoin Ashford (Pipe Major) und dem Niederländer Kees Westerkamp (Senior Drum Major) - in ihren traditionellen Kilts in perfektem Gleichschritt in Bewegung setzt und in exakten Formationen durch den gesamten Halleninnenraum marschiert, dann ist das auch was für die Augen.

6500 Zuschauer, von jung bis alt, erlebten in der sehr gut besuchten Tui-Arena das dreistündige und in stimmungsvolles Licht gesetzte Musik- und Tanzspektakel der „Music Show Scotland“. Sie gilt als Original und eine der größten schottischen Musikshows.

Die gastierte nun zum fünften Mal in Hannover, ist international besetzt. Neun Musik- und drei Tanzgruppen aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland traten auf. Insgesamt zweihundert Akteure aus sieben Nationen zauberten schottisches Highland-Flair, sogar auch irisches Flair, in die Halle. 120 Dudelsackpfeifer und Trommler, 45 Tänzer und 35 Musiker begeisterten das Publikum mit Musik, Marschieren und Tänzen.

All das vor der imposanten Kulisse der originalgetreuen Nachbildung des Highland Valley Castle mit über 70 Metern Breite und 15 Metern Höhe, in der auch immer wieder Dudelsackspieler und Trommler auftreten. Vor der Burg, die Castle Band, mit Chor und Orchester. Es ist immer faszinierend, wenn die verschiedenen „Pipe-and-Drum“-Dudelsack-Bands – wie die Highland Valley Pipes and Drums (Borculo, Niederlande), die Alba Pipe Band (Hildesheim), die Red Hackle Pipe Band (Belgien), die The Clan MacBeth Pipe Band (Groningen, Niederlande), die De City of Apeldoorn Pipes and Drums (Niederlande) eine „Massed Band“ bilden und zu einem einzigen riesigen Klangkörper verschmelzen.

Angeführt vom Drum Major, dem Führer der Marschband, der mit Tambourstab und Befehlen die Signale gibt, zu Marsch, Drehungen, Formationen, Halt und zum Ende des Stückes. Klasse die Paraden in perfekter Ordnung, mit In-Reihe-Märschen, geometrischen Figuren, Reihenaufstellungen.

Dabei erklingen, unter der musikalischen Leitung von Hans Beerten, viele schottische und legendäre Liedklassiker, die berühren, wie „When the pipers play“ und „Highland Cathedral“, die heimliche Hymne der Schotten. Aber auch „Amazing Grace“. Bewährter Mix von Tradition und Moderne: Neben traditioneller Musik gibt es schöne Pop-Song-Versionen, oft mit allen Musikern und Sängern, wie das anheimelnde „Mull of Kintyre“ (Paul McCartney) und das mitreißende „Music was my first love“ (John Miles). Ein toller Gesamtklang.

Dazu irische und schottische Tänze wie die Ausschnitte aus der Welterfolg-Stepptanzshow „Lord of the Dance“. Tolle Atmosphäre, begeisterte Stimmung, viel Mitklatschen. Am Ende mehrere laute Salven aus der Burgkanone, Funkensprühen und stehende Ovationen.

Wieder am 23. Februar 2019 (Tui-Arena).

Von Christian Seibt

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