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AUS HANNOVER: Kuratorin Hanae Komachi in ihrer Heimatstadt Hachinohe – in der die Ausstellung „Dialog 8“ zu sehen ist.© Henning Queren

Kunst

„Dialog 8“: Kunst aus Hannover für Japan

Künstler aus Hannover präsentieren ihre Werke in der japanischen Stadt Hachinhohe. Titel: "Dialog 8" (Kuratorin: Hanae Komachi).

Hannover. Sie sehen ein bisschen aus wie aus einem Manga, dieser Tintenfisch, die Möwe, diese Makrele. Die fröhlichen Tiere gehören zu der Ausstellung „Dialog 8“ der in Hannover lebenden japanischen Design-Journalistin Hanae Komachi, die acht Künstler und Designer gebeten hat, sich mit dem kulturellen Erbe der Stadt Hachinohe auseinander zu setzen, einer Stadt im Norden Japans, die am Meer liegt und besonders vom Tsunami betroffen war.

Im April wird der „Dialog 8“, den auch Oberbürgermeister Stefan Schostok mit einem Grußwort unterstützt, im „Hachinohe Portal Museum“ zu sehen sein. Aus Hannover macht neben dem Künstler Hannes Malter Mahler („Mahlerwear“), von dem die fröhlich-bunten Gestalten der Stadtsymbole auf T-Shirts und Wandarbeiten stammen, noch Degenhard Andrulat mit. Dessen Blätter mit den für ihn typischen Farbverläufen, die hier gezeigt werden, gleichen einer bäuerliche Art der Stoff-Herstellung in dieser Stadt.

Die japanische Stadt ist auch berühmt für ihre Pferde - worauf Dieter Froelich mit einer tiefblauen Wandarbeit anspielt. Die hannoversche Design-Gruppe Ding 3000 geht mit dem Pferd gleich in Serie, hat eine traditionelle japanische Form meterlang verlängert - wer will, kann sich sein eigenes kleines Pferdchen absägen.

Direkt auf die Naturkatastrophe nimmt der Designer Patrick Frey mit einem textilen Kalender, einer meterhohen gestrickten Stoffbahn, die am 11. März endet - eine vollständige Version hängt daneben, die dafür steht, dass es immer weiter geht. „Die Ausstellung soll einen positiven und kreativen Input geben“, so die Kuratorin, „und zeigen, dass man das Ereignis und die Auswirkungen nicht vergessen hat.“

Der Opfer gedenkt dabei eine Fotodokumentation der Kuratorin von Mozarts „Requiem“, das bei den Kunstfestspielen Herrenhausen szenisch aufgeführt wurde. Von japanischer Seite ist außerdem die Künstlerin Kumi Machida („Das rote Kostüm“) dabei, die schon in der Kestnergesellschaft ausstellte.

„Dialog 8“ ist eine Fortsetzung des Projekts „Sake 8“ des Industriedesigner Konstantin Grcic, einer Zusammenarbeit mit einer japanische Sake-Brauerei, die 2006 im Museum August Kestner vorgestellt worden war.


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