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KUNSTHAUS: In diesem Atelier hat schon Franziska Stünkel am Drehbuch gearbeitet.

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Kunst

Deutsch-israelisches Projekt „ida“ ab April im Zooviertel

Die Kunst des Erinnerns und Kunst zum Erinnern - an einem besonderen Ort im Zooviertel residiert ab diesem April „ida“.

Hannover. Die „International Dialogues in Art“ (ida) holen drei israelische Künstler für jeweils drei Monate nach Hannover in ein kleines Atelier an der Ellernstraße.

Das Gebäude ist das ehemalige „Totenhaus“, einst Teildes jüdischen Krankenhauses, saniert und bewohnbargemacht. Hier sollen Liat Livni, Roy Menachem Markovich und Ido Michaeli nacheinander leben und arbeiten.Die Ergebnisse werden danach am Ende des ersten Jahres zu einer Ausstellung zusammengefasst.

Unterstützt wird dieses Projekt von der Stiftung Niedersachsen, hannoverschen Kultureinrichtungen wie SprengelMuseum, Kunstverein, Kestnergesellschaft, Kunsthalle Faust oder dem Atelierhaus und auch der Leuphana-Universität Lüneburg. Ausrichter ist der Verein „schir - Kunst im deutsch-israelischen Kontext“.

40 Quadratmeter Wohn- und Arbeitsfläche bietet das renovierte Gebäude auf dem Gelände des vom Israelitischen Verein für Altersversorgung und Krankenpflege 1901 eröffneten Krankenhauses, das auch ein Beispiel für die gelungene Integration der Juden war - der Anteil der nichtjüdischen Patienten war in den 20er Jahren höher.

Im Dritten Reich wurde der Gebäudekomplex an der Ecke Ellern- und Vereinstraße als „Judenhaus“ Teil des Holocaust, Warteraum für die Deportation ins Ghetto Riga oder ins KZ Theresienstadt. Ab 1961 war hier eine Hals-Nasen-Ohren-Klinik untergebracht. Ab 2006 wurde der Block von der Eigentümergemeinschaft „Projekt Ellernstraße“ als Wohnobjekt saniert.

Liat Livni (33) arbeitet mit Fundstücken, er lässt Kunst entstehen an der Schnittstelle von Natur und Urbanitat, in Hannover soll das Atelier auch für Besucher geöffnet werden. Roy Menachem Markovich (33) beschäftigt sich mit nationalen Erinnerungen, interessiert sich besonders für das Spiel von Humor und Angst und fängt das vor allem in Videoarbeiten ein. Ido Michaeli (32) beschäftigt sich mit Ikonografie und Symbolik, er verarbeitet Ehrenzeichen und Abzeichen von Armeeeinheiten oder auch von Banknoten und Briefmarken. Die drei Künstler wurden durch eine Jury in Israel ausgewählt.


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