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Tolle Stimmung: Peter Petrel (am Mikro) und seine Band beim Sommerfest des Jazz-Clubs.

Tolle Stimmung: Peter Petrel (am Mikro) und seine Band beim Sommerfest des Jazz-Clubs.
© Nancy Heusel

Party

Der Jazz Club feiert Sommerfest

Ein Fest mit toller Musik drinnen und draußen: 1000 Gäste verabschiedeten den Jazz-Club in die Sommerpause.

Hannover. Nicht häufig gibt es Konzerte, bei denen am Ende wirklich alle mitmachen – doch Myles Sanko hat es beim Sommerfest des Jazz-Clubs geschafft. Köpfe nicken, Arme gehen die Luft, jeder Körper auf der Wiese bewegt sich irgendwie zu den tanzbar-funkigen Klängen des britischen Sängers und seiner großartigen, fünfköpfigen Kombo.

Veranstaltungen wie diese können bittersüß sein: Auch dieses Sommerfest verabschiedet die Konzertsaison für Hannovers Jazzliebhaber. Doch die fast 1000 Gäste, die zu irgendeinem Zeitpunkt des Sommerfests auf dem Gelände sind, verlassen es wohl alle mit einem Lächeln – anfänglich lauschen viele, mit einem Glas Wein in der Hand, einem Urgestein. Peter Petrel hat den Club 1966 mitgegründet, das Set seiner Band swingt schön, Klassiker wie „Georgia on my Mind“ und „Lady and the Tramp“ machen die Besucher warm für diesen doch frischen Sommerabend. Die, die können, tanzen – die Fläche vor der Bühne ist für Paare offen, teilweise gibt es für die Bewegungen sogar einen kleinen Applaus.

Vom umliegenden Grün auf dem Lindener Berg wehen sanfte Pflanzendüfte, orangene Rosen zieren Knopflöcher, Stehtische und die ein oder andere Trinkflasche – die ersten Besucherinnen haben diesen kleinen Blumengruß an der Tür bekommen. Im Club selbst geht es samten-loungig zu, wenn Elmar Brass mit seiner Band ein Set in drei Teilen spielt: am Bass ist eine Frau, Clara Däubler, „hat man auch nicht so oft“, sagt der Bandleader. Für ihr Solo in Duke Ellingtons „Do Nothing ‘Til You Hear From Me“ bekommt die Bassistin sogleich Beifall.

Als es im Keller dann fast ein wenig zu voll wird, ist es auch schon fast Zeit für den internationalen Gast. Sanko, in Ghana geboren und in Cambridge heimisch, hat mit seiner Band einen kräftigen Sound mitgebracht, der direkt in die Beine geht. „Ihr gebt mir gute Energie“, sagt der Sänger, dessen soulige Stimme an diesem Abend kein einziges Mal Schwäche zeigt. Zu „Don’t Let Me Down“ geht mitten in der groovenden Menge ein Handy mit der Shazam-App in die Höhe, „Come On Home“ nennt der Sänger die „Myles-Sanko-Hymne“ – und die singen alle mit. Fremde nehmen sich in die Arme, „singt mit eurem Herzen“, beschwört Sanko – besser kann ein Sommerfest kaum laufen.

Von Lilean Buhl


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