Navigation:
ANLAUF: im Foto linksbündig
nächste Zeile
noch länger damit es
ordentlich fransen kann

ANLAUF: im Foto linksbündig
nächste Zeile
noch länger damit es
ordentlich fransen kann© Andreas Hartmann

|
Theater

Das Theater für Niedersachsen feiert am Wochenende im Aegi 60 Jahre Landesbühne

60 Jahre, bei einem Thronjubiläum in Großbritannien nennt man so etwas diamanten. Ganz so glitzernd geht das Theater für Niedersachsen nicht an seinen runden Geburtstag – doch mit „Kabale und Liebe“, einem Empfang und einer Ausstellung wird am Wochenende im Theater am Aegi schon gefeiert.

Hannover. „Wir wollen so ins öffentliche Bewusstsein rücken, dass bei der Fusion keineswegs nur ein Theater Hildesheim übriggeblieben ist“, sagt Intendant Jörg Gade, „dass wir nach wie vor das Theater überallhin bringen, eine Landesbühne sind, viel unterwegs – und auch in Hannover.“

Ziemlich verändert hat sich der Jubilar in den 60 Jahren seines Bestehens. Als kleines Privatunternehmen gründete Walter Heidrich 1952 die „Landesbühne Niedersachsen Süd“, die erste Vorstellung fand am 7. Oktober im Haus der Jugend in Hannover statt, Schillers „Kabale und Liebe“. Bald gabs erste finanzielle Unterstützung vom Land, 1953 das erste Gastspiel in den Herrenhäuser Gärten. 1956 kam ein Mann ans Haus, der es über Jahrzehnte prägen sollte: Reinhold Rüdiger, Intendant von 1964 bis 1993.

Unter seiner Ägide wurde das Theater in „Landesbühne Hannover“umbenannt und 1987 in der Bultstraße ein eigenes Haus eröffnet. Es war ein attraktiver Spielort, außerdem Probestätte und Basis, ein kleiner Sieg der Liebe zum Theater. Doch mit Kabale (Intrige) hatte die Landesbühne auch zu tun, zumindest mit dem Kampf gegen das drohende finanzielle Aus. Mal kündigte das Land Niedersachsen die Förderung auf (1997), mal trauten sich klamme Gemeinden kaum zu buchen, nur die Kosten stiegen meist konsequent, so sehr sich auch Rüdigers Nachfolger, Wolfgang Brehm und Gerhard Weber, um Einsparung und Einnahmen bemühten.

Unter Jörg Gade fusionierte daher die Landesbühne Hannover mit dem Stadttheater Hildesheim. Die neue Institution „Theater für Niedersachsen“ stieß nicht überall auf spontane Gegenliebe, doch man gewöhnte sich: „Für die Gastspielorte war es gleich ein Gewinn“, sagt Gade, „weil wir auch Musiktheater anbieten konnten – und dann noch die eigene Musical-Company. Allein jetzt im Oktober spielen wir in 14 Städten 42 Vorstellungen – Oper, Musical, Schauspiel, Konzert, Kindertheater. In Hildesheim spürten wir auch ab der zweiten Hälfte der ersten Spielzeit Akzeptanz.“ Hannover blieb schwierig: „Aber es ging aufwärts“, so Gade, „hätte es nicht diese schwerwiegenden baulichen Mängel in der Bultstraße gegeben, wäre das Haus zu halten gewesen.“ So aber kehrte man fast zu den Wurzeln zurück und gastiert im Theater am Aegi – allerdings: „Das Haus ist ein bisschen groß für uns“, sagt Gade. Zum Jubiläum sollte der Saal sich allerdings füllen. Zum Empfang am Sonnabend werden Gäste erwartet – die früheren Intendanten Wolfgang Brehm und Gerhard Weber sowie der langjährige Darsteller Gerd Peiser.

„Kabale und Liebe“ am Sonnabend (20.10.um 20 Uhr mit anschließendem Sektempfang; am Sonntag (21.10) um 16 Uhr.


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Was ist Ihre Wunschkoalition für Niedersachsen?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie