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SORGEN FÜR LESEABENTEUER: VGH-Stifungschef Friedrich von Lenthe, Stiftungsgeschäftsführerin Sabine Schormann (Mitte) und Festival-Intendantin Susanne Mazed.© Behrens

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Literatur

Das Literaturfest Niedersachsen bietet im September viel Aufregendes

Locker bleiben, nicht verkrampfen, ruhig atmen: Das sind gute Tipps für jeden Buchliebhaber, bevor er sich auf eines der Erlebnisse einlässt, die in diesem Jahr das 10. Literaturfest Niedersachsen vom 9. bis 27. September unter dem Motto „Abenteuer“ bietet.

„Abenteuer - das ist ein wunderbares Stichwort“, befand Literaturfest-Intendantin Susanne Mamzed gestern bei der Vorstellung des Programms und zitierte zum Beweis die Definition von „Abenteuer“ aus der Online-Enzyklopädie Wikipedia: Ein Abenteuer sei „eine risikoreiche Unternehmung“, die sich „stark vom Alltag unterscheidet“ und „bei der der Ausgang ungewiss ist“.

Vermutlich riskieren die Besucher der landesweit 25 Veranstaltungen unter der Regie der VGH-Stiftung aber nicht allzu viel, insbesondere die Gefahr von Langeweile scheint minimal. Das gilt gewiss für den Festivalauftakt am 9. September (19 Uhr) in der Galerie Herrenhausen, bei dem es um „Wilde Dichter“ geht, abenteuersüchtige Schreiber wie Herman Melville, Jack London oder Ernest Hemingway. Nahegebracht werden sie den Besuchern in einer Collage von Charles Brauer, dem einstigen Kommissar Brockmüller aus den NDR-„Tatorten“, sowie von Christian Erdmann, der viele Jahre festes Ensemblemitglied am Schauspiel Hannover war. Unterstützt werden die beiden von der Hamburger Bluesband „WellBad“.

Ein besonderer Nervenkitzel erwartet das hannoversche Publikum unter der Überschrift „Abenteuerliche Begegnungen“ am 23. September um 18 und 20 Uhr im Literaturhaus. Beim „Literarischen Speed-Dating“ haben Leser die Chance, sich in Autoren oder zumindest in ihre Werke zu verlieben. Acht Literaten, unter ihnen Jan Böttcher, Gerhard Henschel, Sabine Kray und Tex Rubinowitz, stellen sich vor, zehn Minuten lesen sie vor, zehn Minuten stehen sie den Gästen für ein Gespräch zur Verfügung, dann tönt der Gong und die nächste Runde beginnt. Drei Autoren können die Besucher so näher kennenlernen.

Ist es beim Literarischen Speed-Dating der Reiz eines neuen Formats, sind es bei etlichen anderen Anlässen die Veranstaltungsorte, die eng mit dem jeweiligen Leseabenteuer verknüpft sind. Am 19. September beispielsweise sticht in Leer um 14.30 Uhr das Fahrgastschiff „Warsteiner Admiral“ in See und schippert die Ems hinauf, der ehemalige Berliner „Tatort“-Kommissar Boris Aljinovic liest den Passagieren „Die Schatzinsel - (fast) komplett“ vor - der Schatzkarten- und Piraten-Roman von Robert Louis Stevenson ist einer der Klassiker der Abenteuerliteratur.

Ebenfalls um Meeresabenteuer geht es am 25. September (20 Uhr) in Aurich und am 26. September (17.30 Uhr) auf der Insel Wilhelmstein im Steinhuder Meer. Unter dem Titel „Zur See! Von Wogen, Wünschen und Wagnissen“ lesen Birgitta Assheuer und Hans Peter Hallwachs Geschichten von Helden, Piraten und Seefahrern.

Zum Festivalfinale behaupten vier Autoren: „Mein Leben ist ein Abenteuer“. Wanderpapst Manuel Andrack stellt sie am 27. September (18 Uhr) im Bad Nenndorfer Kurtheater vor, darunter der Reisejournalist Helge Timmerberg, der in 80 Tagen die Erde umreist hat. Abenteuerlicher gehts ja kaum noch.

Der Vorverkauf für das Literaturfest beginnt heute. Karten kosten, je nach Veranstaltungsort und -aufwand, zwischen sechs und 28 Euro. Karten und weitere Informationen gibt es unter der aus dem Festnetz kostenlosen Nummer 0800/45?66?54?00 oder unter

www.literaturfest-niedersachsen.de


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