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VOLLER AUSDRUCK: Sophie Hunger begeistert ihre Fans mit Musik, Humor und Aura.

VOLLER AUSDRUCK: Sophie Hunger begeistert ihre Fans mit Musik, Humor und Aura.© Frank Wilde

Konzert

Capitol: Hunger nach mehr

Der Schweizer Weltstar Sophie Hunger brilliert beim Auftritt im Capitol - und kündigt schon seine Rückkehr an.

Hannover. „Wir waren jetzt zwei Jahre nicht mehr hier“, rechnet Sophie Hunger im Capitol vor: „Das heißt, dass wir in zwei Jahren erst wiederkommen“. Das heutige Konzert ist also besonders wichtig, für die Bernerin mit dem beeindruckenden Lebenslauf und ihre 850 Fans.

Hunger (eigentlich Emilie Jeanne-Sophie Welti) hat als erste Schweizerin auf dem Glastonbury gespielt, sie trat beim Montreux Jazz Festival auf und beim Pop-Kultur Festival im Berliner Techno-Mekka Berghain. Im Gepäck haben sie und ihre Band eine schwer zu entziffernde Mischung aus Jazz, Rock, Pop und Punk, vereint durch eine stets erhabene Klangstimmung und Hungers lyrisches Talent in vier Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch und Schweizerdeutsch.

„Am Radio“ ist für die Dauerrotation geschrieben, bisher aber laut der Sängerin noch nie im Radio gelaufen, in „Spaghetti mit Spinat“ lässt sie ihren Frust über schöne Menschen raus, denn die müssen nichts machen, „nur rauchend in der Ecke stehen“. Einfach nur zuzuhören, macht Spaß, sowohl der bemerkenswerten Singstimme als auch den trocken-humorigen Ansagen.

Die Schweizerin hat sich mit einer Band von Multi-Instrumentalisten umgeben, so spielt Keyboarder Alexis Anerilles in „Heharun“ auch Trompete, Bassist Simon Gerber ist für die Klarinette zuständig. Auch alleine am Klavier fühlt sich die 32-jährige wohl, zur Ballade „Queen Drifter“ vom neuen Album „Supermoon“ wird es andächtig ruhig. Eine stimmige Lichtshow komplettiert die Aura: Helle, weiße Scheinwerfer lassen die Sängerin im Mittelpunkt stehen oder verschieben die Perspektive, indem sie die Bühne von einer Seite aus beleuchten.

Nach dem ersten Abgang kehrt Hunger dann alleine auf die Bühne zurück, „Walzer für Niemand“ ist die erste von sechs Zugaben, zum ruhigen „Train People“ versammelt sich die Band um ein Mikrofon und harmoniert mit ihrer Sängerin. „Wir sehen uns in zwei Jahren!“, verspricht Hunger. Hoffentlich.

Von Lilean Buhl


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