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RAUER GEWORDEN: Tiemo Hauer im Capitol. © Michael Wallmueller

Konzert

Capitol: Elektro von Tiemo Hauer

Tiemo Hauer ist immer noch ein sehr junger Musiker, gerade 26 Jahre alt. Im schwarzen Anzug singt er von den schwarzen Gefühlen seiner Generation, zwischen Moll- und Wohlfühlsongs. Ein großes Backdrop mit seinem Namen schmückt die Capitol-Bühnenwand, das ist schon mal fett.

Hannover. Hauer spricht viel und wie ein Berliner, kommt aber aus Stuttgart. Es sind weniger Zuschauer als in den vergangenen Jahren gekommen. „Vernunft, Vernunft“ heißt sein viertes Studioalbum, und das ist rau und elektronisch geraten. „Du bist mein Abendrot, mein kleiner Tod“, singt Hauer im gleichnamigen Song.

„Ich brenn aus“, schreit Tiemo, und man hört seine Liebe zu Elektro und Pop, und das ist jetzt schon fast 80er-Jahre-Punk. Der Sound ist kräftig und laut, für einige zu laut, den richtigen Ton hat er noch nicht gefunden. „Das ganze Leben ist eine Strafe“, singt Hauer, spielt seine akustische Gitarre und schickt seine Band von der Bühne. „Ich liebe dich“, tönt er seelenvoll zum Piano, Jupp von der Vorband streicht das Cello zu „Und ich tanze mit dir übers Kopfsteinpflaster“. Feine Worte und Bilder, irgendwie hört man in Hauers Texten immer den Regen tropfen. Auch wenn sich sein Independent-Pop verändert hat, er funktioniert.

Bewertung: 3/5

VON KAI SCHIERING


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