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MACHT KRACH FÜRS VOLK: Bullet-for-my-Valentine-Sänger Matthew Tuck.Foto: Behrens

MACHT KRACH FÜRS VOLK: Bullet-for-my-Valentine-Sänger Matthew Tuck.Foto: Behrens

Rock

Bullet for my Valentine lassen es im Capitol krachen

"Let’s gooooo“, schreit es aus 1600 Kehlen Richtung Bühne. Das lässt selbst Bullet for my Valentine einen kleinen Moment erschauern. Draußen wabern nächtliche Nebel, Kälte keimt auf, drinnen im Capitol schwitzen Kids im Schulalter. Metal Core ist angesagt.

Hannover. „Schon die Vorbands machen den Metal-Nachwuchs heiß. Coldrain aus Japan toben wild auf der Bühne und provozieren einen Circle Pit im Publikum. Die wummernden Drums stampfen zum rockigen Ringelreihen den Beat, der die Kids antreibt und die Köpfe zum Rhythmus schütteln lässt. While She Sleeps aus Sheffield klingen dann wie rohes Fleisch, rau, brutal, schnell und hart. Der Sound wird dominiert von Sänger Lawrence Taylor: lange Haare, Tattoos und Brüllen, bis die Stimmbänder vibrieren. „Jump“ heißt die Aufforderung an die Fans. Der Innenraum hüpft zum aggressiven Rhythmus mit, man reckt Fäuste in die Höhe. Von der Bühne fliegen Wasserfontänen, die Flaschen gleich hinterher. Herzlich willkommen im Metal-Core-Land!

Dann geht es erst richtig los. „Thunderstruck“ von AC/DC dröhnt aus den Boxen, das Licht geht aus, und Bullet for my Valentine entern um Punkt 22 Uhr die Bühne. „No Way out“, T-Shirts fliegen auf die Bühne, die Band muss sich anstrengen, lauter als die Fans zu sein. Stakkatoartiges Licht heizt die Menge zusätzlich auf, spürbare Aggressionen werden geweckt, gleichzeitig schimmern aber auch Spaß und Freude aus 1600 Augenpaaren. „Wer sieht uns heute zum ersten Mal?“, will Sänger und Gitarrist Matthew Tuck wissen. Hände schnellen hoch: „Okay, ihr seid zu spät für die Party! Aber seid einfach dabei!“

Matthew Tuck singt, Bassist Jamie Mathias shoutet, Gitarrist Michael Paget entlockt seiner sechssaitigen Freundin faszinierende Soli, Schlagzeuger Michael Thomas drischt so heftig auf die Felle, dass das altehrwürdige, schon seit Wochen ausverkaufte Capitol in seinen Grundfesten erschüttert wird.

„Venom“, Titeltrack des aktuellen Albums der walisischen Band, lädt erneut zum Crowdsurfen ein, die Security hat alle Hände voll zu tun. Und die Band zeigt, dass sie es nicht zufällig zu einer Größe im Metal-Core-Gewerbe gebracht hat. Mit „Waking the Demon“ ist nach knapp 90 Minuten der Zauber vorbei, 1600 Kids strömen beglückt und erschöpft nach Hause. Möge ihnen die Schule anderntags nicht allzu viel abverlangen. csp

Bewertung: 4/5


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