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Kultur „Blues Brothers“ im SofaLoft
Nachrichten Kultur „Blues Brothers“ im SofaLoft
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00:20 19.09.2018
Immer wieder den Cops entkommen: Im SofaLoft geht das Musical „Blues Brothers“ stilecht über die Bühne. Quelle: Bredemeier
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Hannover

Wer früh kommt, sitzt weich im SofaLoft: Zur Premiere der neuen Musical Factory-Inszenierung in der Südstädter Polster-Hochburg sind die 175 Zuschauer auf Sesseln, Chaiselongues und Designerstühlen angemessen platziert – und bei den überdimensionierten Wayfarer-Sonnenbrillen auf der Musicalbühne ist auch kein Geheimnis, wer gleich kommt.

Jake (Florian Hinxlage) und Elwood (Philipp Lang) Blues nämlich, die Soul-Revival-Gebrüder in den schwarzen Anzügen und schlanken Krawatten, die 5000 Dollar aufbringen müssen, um das Waisenhaus ihrer Lieblingsnonne (Julia Goehrmann, der „Pinguintante“) vor der Steuerfahndung zu retten.

Ein Kult-Stoff mit Nostalgiewert, erfunden von der SNL-Truppe um John Belushi und Dan Aykroyd, und jetzt neu aufgezogen für die kleine SofaLoft-Bühne, wo er trotz ein wenig limitierter Möglichkeiten einen launigen Start ins Wochenende bereitet. Gerhard Weber hat diese Fassung geschrieben, neun Darsteller und zwei Musiker (Ecki Hüdepohl und Markus Matschkowski, Piano und Keyboard) kümmern sich um die bekannten Erleuchtungen, witzigen Wortgefechte und die omnipräsenten Verfolgungsjagden mit den Cops, die die Blues Brothers durchmachen.

Und um die Evergreens aus dem Film-Soundtrack natürlich auch: „Soul Man“, „Rawhide“ (im Honky Tonk-Schuppen „Bob’s Country Bunker“, wo die Brüder ausgebuht werden) und „Think“, zu dem Amanda Whitford eine tolle Aretha Franklin gibt.

Fast alle Schauspieler machen mehrere Rollen, es muss sich viel umgezogen werden, dadurch bleibt aber die Energie hoch – am meisten Spaß machen die Rennen zwischen Brüdern und Polizei, zu denen die Darsteller Lenkräder in die Hände nehmen, Sirenen und Motorblubbern mit dem Mund machen und die Blues Brothers den Cops natürlich stets durch die Lappen gehen.

Zum Abschlusskonzert mit dem hinreißenden „Everybody needs Somebody“ und natürlich „Sweet Home Chicago“ ist dann die ganze Truppe an Deck – und zum Reprise mit dem „Jailhouse Rock“ tanzt fast das ganze Loft im Sitz, egal, wie weich der ist.

Von Lilean Buhl

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