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Benne, Artist, Ferryhouse, Hamburg, Berlin, Germany

Benne© Cornelius M. Braun

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NP-Interview

Bei Benne ist "Alles auf dem Weg"

Seit seinem Debüt „Nie mehr wie immer“ gilt der Berliner Benne (26) als eine der großen Hoffnungen im deutschen Pop. Nun hat er sein zweites Album „Alles auf dem Weg“ veröffentlicht und kommt damit am 21. September nach Hannover.

„Nie mehr wie immer“ klang nach Aufbruch. Ist jetzt „Alles auf dem Weg“? Handelt es sich also quasi um eine Fortsetzung?
Nö. Beides sind ja keine Konzeptalben, auch wenn sie um gewisse Themen kreisen.

Zum Beispiel?
Naja, beim Song „Alles auf dem Weg“ geht es zum Beispiel darum, dass alles, was uns wichtig ist, auf dem Weg liegt, den wir beschreiten.

Gilt das auch für Ihre Karriere?
Auf jeden Fall dahingehend, dass ich bislang wirklich Glück hatte. Was die Leute angeht, denen ich begegnet bin. Glück auch mit der Unterstützung, die ich zuhause bekommen habe.

Als Musiker, zumal als Live-Musiker ist man jedenfalls auch immer auf dem Weg ...
Ich stelle auf jeden Fall fest, dass sich mein Leben, dass ich zum Beispiel in den drei Jahren, die ich jetzt in Berlin lebe, viermal umgezogen bin.

Und ist Ihnen das ein Bedürfnis? Oder ist das Leben, wie es bei Ihnen heißt, manchmal echt „ein bisschen viel verlangt“?
Beides ein bisschen. Allerdings bin ich umtriebiger, als ich es mir selbst manchmal eingestehen möchte. Ich brauche ein gewisses Maß an Veränderung und genieße es, neue Lebensphasen zu beginnen.

Das neue Album kam jedenfalls gerade mal eineinhalb Jahre nach dem Debüt. Musste es raus?
Es gab ein paar Songs, die schon fast fürs erste Album fertig waren, an die ich noch einmal rangegangen bin. Ansonsten habe ich einfach sehr sehr viel geschrieben und hatte auch das Bedürfnis, sehr sehr viel zu schreiben. Es passte einfach, und mit dem neuen Produzententeam ging es auch im Studio sehr schnell.

Das Album klingt sehr organisch ...
Ja, darauf haben wir auch Wert gelegt. Wir haben zum Beispiel alles live eingespielt. Später kamen natürlich noch Overdubs dazu. „Alles auf dem Weg“ und „Layla“ sind dadurch in der Produktion sehr fett geworden.

Da wir bei „Layla“ sind: Wie biografisch sind Ihre Texte? Gab es eine Layla? Gab es die Julia aus „Nur Staub“? Die Frau aus „Planeten“?
Es basiert schon auf Erfahrungen, aber es ist nie eine konkrete Erinnerung, die ich da besinge. Oft sind es Collagen aus unterschiedlichen Erinnerungen. Es ist, als würde sich beim Schreiben in meinem Kopf ein Ort öffnen, den ich erst noch mit Leben füllen muss. Aber „Layla“ zum Beispiel ...

Da geht es darum, dass Sie in der Bahn sitzen, gerade Eric Claptons „Layla“ gehört haben und dann eine Frau sehen, die genauso aussieht wie die Frau aus dem Song ...
Ja, das hat ist mir so passiert - nicht mit dem Song, aber ich habe ein Buch gelesen. Darin wurde eine Spanierin sehr detailliert beschrieben, und plötzlich stieg eine Frau ein, die genauso aussah, wie ich mir die Frau aus dem Buch vorgestellt hatte.

Eine dieser Situationen, in den man glaubt, das Leben spiele einem einen Streich.
Genau. Daraus wollte ich einen Song machen. Zuerst auch mit dem Buch. Da fand ich es aber schwierig, es in einem Song zu verdichten.

Jetzt geht es auf Tour. Was ist Ihnen lieber: das Schreiben der Songs oder die Gelegenheit, sie aus- und aufzuführen?
Das kann ich gar nicht sagen. Es sind sehr unterschiedliche Prozesse. Im Studio ist man kreativ, auf Tour stellt man eine Verbindung her mit den Menschen, die sie hören.

Können Sie sich einen Zeitpunkt vorstellen, an dem Schluss ist mit der Musik?
Nein. Da habe ich schon ein großes Grundvertrauen, dass es gut ist. Dass eben alles auf dem Weg ist.

Benne live: Am 21. September tritt er ab 20 Uhr im Lux auf. Karten kosten 18,30 Euro).


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