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B.B. King 2013 in Zürich.

B.B. King 2013 in Zürich. © Walter Bieri

Musik

Behörden untersuchen B.B. Kings Todesumstände

US-Behörden untersuchen den Tod des Blues-Musikers B.B. King auf mögliche unnatürliche Umstände. Das Büro des Untersuchungsrichters im Bezirk Clark County im US-Bundesstaat Nevada teilte am Montag über Twitter mit, Kings Leiche werde obduziert.

Las Vegas. "Wir haben keine Beweise dafür, dass die Vorwürfe von Fremdeinwirkung zutreffen", sagte der Rechtsmediziner John Fudenberg dem Fernsehsender NBC News. "Dennoch nehmen wir die Hinweise sehr ernst und führen eine gründliche Untersuchung durch."

Nach US-Medienberichten wurden die Ermittlungen eingeleitet, weil zwei Töchter des Musikers den Verdacht äußerten, ihr Vater könnte Opfer eines Verbrechens geworden sein. Nach Gerichtsdokumenten, die dem Online-Portal "E! News" vorliegen, werfen Karen Williams und Patty King zwei Vertrauten des Sängers vor, seinen Tod mit Gift beschleunigt zu haben. Die Behörden erklärten, es werde mindestens sechs bis acht Wochen dauern, bis die Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchungen vorlägen.

Ein Sprecher der Polizei von Las Vegas betonte gegenüber NBC News, die Mordkommission werde erst ermitteln, wenn feststehe, "dass King nicht eines natürlichen Todes gestorben ist". Eine Obduktion fand demnach bereits am Sonntag statt, die Beerdigung des Künstlers werde von den Untersuchungen aber nicht verzögert.

King war vor knapp zwei Wochen im Alter von 89 Jahren in Las Vegas gestorben. Dort hatten ihm Hunderte Fans am Freitag die letzte Ehre erwiesen. Vier Stunden lang hatten sie Gelegenheit, in einem Bestattungsinstitut am Sarg des Musikers Abschied zu nehmen. Vor dem Gebäude bildete sich eine lange Schlange.

Am Mittwoch sollen die sterblichen Überreste des "King of Blues" nach Memphis im US-Bundesstaat Tennessee geflogen werden. Der Sarg soll dann in die legendäre Kneipenmeile Beale Street gebracht werden, wo King seine größten Erfolge feierte und auch einen Club besaß. Seine Initialen B.B. rühren daher, dass die Menschen ihn dort "Blues Boy" nannten.

Beigesetzt werden soll er am Samstag im privaten Rahmen in Indianola im US-Bundesstaat Mississippi. Der Musiker war 1925 als Riley B. King im Ort Berclair geboren worden, nannte aber Indianola immer als seinen Heimatort. Dort steht auch das Museum, das sein Andenken wahrt und Teile seines Nachlasses verwaltet. Auf dem Grundstück des Museums soll er beerdigt werden. Gouverneur Phil Bryant erklärte, er sei dankbar, dass einer von Mississippis größten Söhnen nun in der Erde des Bundesstaates seine letzte Ruhe finde.

dpa


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