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KLASSE KONZERT IM CAPITOL: Dafür krempelt Mark Forster die Ärmel hoch und arbeitet für die Fans. © Frank Wilde

Konzert

Ausverkauftes Konzert: Mark Forster im Capitol

„Oh Liebe, du verspieltes Kind, ich lass dich nie mehr los, wenn ich dich find.“ Das ist entzückend und klingt so schön, die 1600 Fans im ausverkauften Capitol sind wie verzaubert. Viele Mädchen sind im Publikum, zum Teil sehr jung, die Eltern im Schlepptau.

Hannover. Ihr Held, Mark Forster (Coach und Jury-Mitglied der Casting-Show „The Voice Kids“), macht zwei Schritte vor und zwei zurück, sein Tanzstil ist tanzbärmäßig, doch egal, auf seine Worte kommt es an, und die treffen hier auf eine geneigte Zuhörerschaft.

Mit Basecap, einem schlichten, weißen T-Shirt und Sieben-Tage-Bart und in einer engen Jeans geht es hinein, in das große Finale seiner Tour. Und wenn sie fertig sind, haben sie über 200 Auftritte gespielt, verkündet der 31-jährige stolz. „Das waren zwei tolle Jahre, danke schön!“, freut sich Mark von der Bühne herunter.

Das Orchester vom aktuellen Album „Bauch und Kopf“ ist nicht mit dabei, nur sein „Orchesterchen“, wie er sagt, seine Mitmusiker. Sein heavy House-Pop ist laut und schnell, „Immer immer gleich“ singt er von Herzen, jetzt ist „Drama, Baby!“ angesagt. Die Fans singen „So weit weit weg - zu dir“ und „Du machst die Augen zu beim Küssen“, auf sie ist Verlass. Forster ist ein ordentlicher Sänger, kein Stimmakrobat, aber das verlangt hier auch keiner.

Er klettert auf den Tresen im Saal, singt durch ein Megafon und stimmt seinen Hit „Flash mich“ an. Die Frauen reißen es mal wieder raus, sie singen mit, die Typen stehen still daneben. Und die meisten Fans filmen Marks agilen Einsatz mit ihren Handys.

Die Techno-Bässe rumsen und brummen, doch Mark kann auch balladesk klingen, ist entspannt, chillig und poetisch, das ist glücklicherweise kein Schlager-Pop, die Kurve bekommt er immer. Mark spielt den Sido-Song „Einer dieser Steine“ zusammen mit seinem bärtigen Keyboarder, „mit dem ich schon seit 15 Jahren verheiratet bin“. Den Hildegard-Knef-Song „Halt mich fest“ sieht er so: „Sie sitzt in der Kneipe und schleppt jemanden ab“, so geht sein Kopfkino. Mit „Au Revoir“ steuert er auf das Set-Ende zu. Den letzten Song - „Hallo - komm zurück zu mir“ spielt er allein am Piano, bis die Konfetti-Kanone knallt, erschreckt und alle in die Realität schleudert. Klasse Konzert.

Bewertung: 4/5

VON KAI SCHIERING


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