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Fluffig: «Blue Moon» von Jim Lambie. Foto: Rhona Wise

Fluffig: «Blue Moon» von Jim Lambie. Foto: Rhona Wise

Kunst

Art Basel Miami Beach: Milliardenschwere Mega-Schau

Kultur direkt am Ozean - schöner geht es kaum. Aber nicht nur die traumhafte Lage lockt Galeristen und Sammler zur Art Basel nach Miami Beach. Die Schau ist auch ein millionenschwerer Kunstmarkt und ein Sprungbrett für Newcomer. Die Veranstalter erwarten Rekordzahlen.

Miami. Glitzernder geht Kunst kaum: Die 14. Art Basel Miami Beach verwandelt Floridas vibrierende Strandmetropole derzeit wieder in ein gigantisches Museum - samt millionenschwerer Werke, Altmeistern und jeder Menge Promis.

267 Galeristen aus 32 Ländern sind im riesigen Miami Beach Convention Center dabei - mehr als je zuvor. Die moderne und zeitgenössische Kunst, die sie mitgebracht haben, hat laut "Gotham-Magazine" einen Wert von rund drei Milliarden Dollar (2,8 Milliarden Euro). Grund genug für Sammler und Investoren aus aller Welt, zu der viertägigen Mega-Schau in den Sonnenstaat an der Ostküste zu reisen.

Die Veranstalter erwarten, dass wie im Vorjahr mindestens 70 000 Besucher kommen werden - eventuell sogar deutlich mehr. Auch zahlreiche VIPs wurden gesichtet, darunter Hilary Swank, Leonardo DiCaprio, Paris Hilton, Jamie Foxx und Lenny Kravitz, wie die "Fashion Times" berichtete. Auch Sylvester Stallone zog es nach Miami.

Im Mittelpunkt aber steht die Kunst - und zwar vor allem die, die Rekordpreise erzielt. In diesem Jahr sind Werke von 4000 Künstlern zu bewundern. Ein Gemälde des irischen Malers Francis Bacon (1909-1992) wird auf stolze 15 Millionen Dollar (rund 14 Millionen Euro) geschätzt. Die New Yorker Hammer-Galerie zeigt Bilder von Pablo Picasso und Henri Matisse im Wert von 100 Millionen Dollar, ein Roy Lichtenstein aus der Galerie Van de Weghe Fine Art für sieben Millionen Dollar ist ebenfalls dabei. Da scheint eine Fotografie von Chanel-Designer Karl Lagerfeld fast ein Schnäppchen zu sein - sie ist bereits für 15 000 Dollar zu haben.

Die Messe räumt aber auch zeitgenössischen Bildern, Skulpturen und Filmen sowie vielversprechenden Newcomern in der Szene viel Platz ein, darunter Park McArthur und Cameron Rowland von der New Yorker Galerie Essex Street. "Dies ist zweifellos die wichtigste Messe in ganz Amerika. Es ist ganz wichtig, dabei zu sein", sagt Paula Bossa, die Direktorin der kolumbianischen Galerie Casas Riegner.

Dem stimmt der Peruaner Giancarlo Scaglia von der Galerie Revolver zu: Die Messe sei die bedeutendste Veranstaltung des ganzen Jahres, bei der die besten Sammlungen und die besten Künstler aufeinanderträfen, meint er.

 

Tatsächlich legt die Schau ihren Fokus stark auf den amerikanischen Doppelkontinent. So kommen die meisten Aussteller aus der Region, aber auch Europäer, Asiaten und Afrikaner sind vertreten. Miami liegt am südlichen Zipfel der USA, am Rande der Karibik. Das türkisfarbene Meer und das warme Klima tun ihr Übriges, um die Stadt zu einem perfekten Kunstmekka zu machen - inklusive Live-Performances unter freiem Himmel, direkt am Atlantik.

"Einer der Gründe, warum wir uns entschieden haben, hierher zu kommen, ist, dass Miami Nord- und Südamerika auf eine dynamische Weise verbindet", erklärte Art-Basel-Direktor Marc Spiegler bei der Präsentation vor Medienvertretern. Die drei Ausgaben der Messe, die es mittlerweile gebe, richteten sich somit an ein unterschiedliches Publikum: Die Originalversion in der Schweiz sei speziell für europäische Sammler konzipiert, die Art Basel Hongkong für Asiaten und die Ausgabe in Miami Beach für Nord- und Südamerikaner. Noch bis zum Sonntag ist die Messe geöffnet.

dpa


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