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Marcel Kohler ist der diesjährige Preisträger des Alfred-Kerr-Darstellerpreises.

Marcel Kohler ist der diesjährige Preisträger des Alfred-Kerr-Darstellerpreises. © Jörg Carstensen

Theater

Alfred-Kerr-Preis für Marcel Kohler

Stars wie Devid Striesow und Fritzi Haberlandt haben die Auszeichnung zu Beginn ihrer Karriere bekommen. Zum Abschluss des 53. Berliner Theatertreffens wird wieder der Alfred-Kerr-Darstellerpreis verliehen.

Berlin. Der 24-jährige Marcel Kohler ist zum Abschluss des Berliner Theatertreffens mit dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis ausgezeichnet worden. Kohler, Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin, nahm den mit 5000 Euro dotierten Preis am Sonntag entgegen.

Er erhielt die Auszeichnung für seine Rolle des Studenten Arkadij Nikolajitsch Kirsanow in Daniela Löffners Inszenierung "Väter und Söhne" (Brian Friel nach Iwan Turgenjew), wie die Berliner Festspiele mitteilten.

Der Kerr-Preis wird für die herausragende Leistung eines Nachwuchstalents in einer der zum Festival eingeladenen Inszenierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vergeben. Jurorin war in diesem Jahr die Schauspielerin Maren Eggert (42) vom Deutschen Theater Berlin. Bisherige Preisträger waren unter anderem Devid Striesow, Fritzi Haberlandt, Lina Beckmann und zuletzt Gala Winter.

"Es freut mich zu sehen, wie zugewandt dieses Spiel ist, und wie wichtig und wertvoll Kohler ganz offensichtlich seine Spielpartner sind", begründete Eggert ihre Wahl. "Und für diesen Moment frage ich mich nicht mehr, warum ein Mensch Schauspieler ist. Es ist einfach gut so, wie es ist."

Das 53. Theatertreffen deutschsprachiger Bühnen zeigte seit dem 6. Mai die zehn "bemerkenswertesten" Inszenierungen der Saison. Gleich drei Mal hatte die Festivaljury dieses Mal Produktionen von Berliner Bühnen eingeladen, je zwei Mal war Hamburg vertreten. Weitere Inszenierungen kamen aus München, Kassel, Wien, Karlsruhe und Zürich.

Als letzte Inszenierung stand "Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie" vom Deutschen Schauspielhaus Hamburg auf dem Programm. Theodor Fontanes berühmtes Werk wurde dabei leichthändig als 70er-Jahre-Radioshow inszeniert (Regie: Clemens Sienknecht und Barbara Bürk).

dpa


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