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Der chinesische Künstler Ai Weiwei will mit seiner Rettungswesten-Installation an das Schicksal der vielen Flüchtlinge erinnern, die auf ihrem Weg nach Europa ertrunken sind.

Der chinesische Künstler Ai Weiwei will mit seiner Rettungswesten-Installation an das Schicksal der vielen Flüchtlinge erinnern, die auf ihrem Weg nach Europa ertrunken sind. © Jörg Carstensen

Kunst

Ai Weiwei erinnert mit Schwimmwesten an Flüchtlinge

Dem chinesischen Künstler Ai Weiwei sind in seiner Heimat lange grundlegende Menschenrechte vorenthalten worden. Jetzt setzt er sich in Europa für Flüchtlinge ein.

Berlin. Der chinesische Künstler Ai Weiwei (58) erinnert in Berlin mit einer Installation aus Schwimmwesten an das Schicksal der Flüchtlinge, die auf ihrem Weg nach Europa ertrunken sind.

Das Kunstwerk am Konzerthaus Gendarmenmarkt ist eine Aktion für die Filmgala Cinema for Peace, wie die Veranstalter am Samstag mitteilten.

Diese Woche war der Künstler bereits für Dreharbeiten in Berlin unterwegs. Er arbeitet an einem Film über Flüchtlinge und hatte auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof Neuankömmlinge befragt. Nach Angaben seiner Galerie ist die Aktion am Gendarmenmarkt nicht das Denkmal für Flüchtlinge, von dem auch schon die Rede war, sondern eine Installation für die Gala, die am Montag stattfindet.

Ai Weiwei, der sich schon in China für die Menschenrechte eingesetzt hatte und zeitweise in Haft saß, trat 2015 eine Gastprofessur an der Universität der Künste in Berlin an. Vor kurzem hatte er für heftige Diskussionen gesorgt, als er auf der griechischen Insel Lesbos das Foto des im Vorjahr in der Türkei ertrunkenen syrischen Flüchtlingsjungen Aylan nachstellte.

dpa


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