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Stefanie Kloß legt los.© Frank Wilde

Konzert

8500 feiern mit Silbermond in Hannover

Richtig rührend: Es ist das letzte Konzert für die Pop-Rocker Silbermond in diesem Jahr. Die fünfzehnte Show ihrer aktuellen Tournee, und das so kurz vor Weihnachten. Stefanie Kloß, anfangs noch in schwarze Lederjacke und Jeans, die Frontfrau der vier Bautzener, ist sichtlich ergriffen.

Hannover. Während ihres Auftritts in der TUI-Arena hat sie so einige Male einen Kloß im Hals. Ihre Tränchen sind vermutlich nur in den ersten Reihen zu sehen, doch sie nennt nun schon geraume Zeit die gut 8500 Fans im weiten Rund - „ihr Lieben!“ Und das macht doch sonst nur die Nena.

Die vier Sachsen von Silbermond sind gutherzig und freundlich, dasselbe gilt für ihre Fans. Überwiegend jung und überwiegend weiblich sind sie, es scheint mit Silbermond lässt es sich prächtig identifizieren.

Dabei klappt es zwar mit dem lauten Mitsingen nicht immer, doch ihre Arme schwenken die Fans schon nach dem zweiten Song, „Meer sein“. Johannes Stolle, Bass, Thomas Stolle, Gitarre und Andreas Nowak am Schlagzeug spielen bodenständigen Rock-Pop, so mancher ihrer instrumentalen Ausflüge verdient schon das Prädikat „Nu Metal“.

Darüber schwebt Stefanies klarer und sauberer Gesang, bisweilen vielleicht ein wenig dünn, aber dafür mit viel wärmender Lyrik. „Unter der Oberfläche“ - der milchige, fast durchsichtige Vorhang hinter dem die Band die ersten Akkorde gespielt hat, fällt. Zum Vorschein kommt eine feine und bescheidene Bühne in schwarz-weißen Tönen, sehr geschmackvoll und modern, ohne Brimbamborium. Nur der Catwalk führt fast bis zur Hallenmitte, Silbermond wird ihn oft benutzen.

Jeder Musiker hat seine eigene Video-Wand, tolle Licht-Leds, die über die Bühne bewegt werden. Ein Jahr hat die Vorbereitung für die „Himmel Auf“-Tournee in Anspruch genommen, erklärt Stefanie, das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen. Keine Einspieler vom Band, sehr wenig Keyboards; es ist ein purer, natürlicher Klang. Und das ist schön, denn man hört die Band spielen.

Clubatmosphäre, nur größer. „Sie ist so froh, dass es mit Silbermond geklappt hat!“ Stefanie Kloß redet ewig und viel, die Band spielt los, anscheinend läuft im Hintergrund der Produktion die Stoppuhr. Doch das macht gar nichts, da ist halt Leben in der Silbermond-Bude. So wie bei „Waffen“, einem standhaften und kritischen Song: „Man zeigt nicht mit Waffen auf andere Leute!“. Hierzu rocken die Musiker einen martialischen Rhythmus, jetzt laufen Vietnam-Normandie-Kriegs-Videos über die Leinwände. Thomas Stolle spielt ein langes, emotionales Gitarrensolo mit Led-Zeppelin-Licks.

Wer wegen der Balladen gekommen ist, wird nicht enttäuscht. „Teil von mir“, „Du fehlst hier“ und „Durch die Nacht“, jetzt ist Ganz-Fest-Halten angesagt. Bei „Ans Meer“ wirds bluesig, „Symphonie“ kennt man aus allen TV-Casting-Formaten und „Das Beste“ zum Schluss. Nur mit Klavier, Stimme und viel Gefühl spielen Silbermond den größten Hit. Nach Konfetti-Kanonen, Crowd-Surfing und „Krieger des Lichts“, dann der Ausklang. „Nichts passiert“ etwa? Doch, eine Menge.


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