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Kultur U2-Rakete im Landeanflug
Nachrichten Kultur U2-Rakete im Landeanflug
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10:53 06.08.2010
Bühne der 360º-Tour.
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VON MATTHIAS HALBIG

HANNOVER. Landeklappen ausgefahren. Das Raumschiff U2 nähert sich Hannover. Eine barock breite Rakete mit seltsamen Tentakelbeinen. Die spektakuläre Bühne der „360º“-Tour ist die Rückkehr der kleinen Rock-’n’-Roll-Band aus Irland zu technischen Großmanövern, wie sie sie schon in den 90ern mit „Zoo-TV“-, „Zooropa“- und „Pop­mart“-Tour pflegte. Und ist wohl einer der Gründe für die in der Spitze doch unverschämt hohen, echt antirock-’n’-rollig zu nennenden Kartenpreise von 177 Euro.

Heute beginnt der Aufbau in Hannover. „Wir reden von 120 Trucks, das ist schon ein Anblick“, sagt Hannover-Concerts-Chef Wolfgang Besemer. Auch wenn die Show sich dem Ausverkauf nähere, gebe es noch Restkarten, und es werde sie „auch an der Abendkasse“ noch geben. Technikbedingt seien Kontingente frei geworden, was Besemer freut, sind damit doch keine überschnappenden Schwarz- und Graumarktpreise zu erwarten. Die Forderungen der Internetanbieter halten sich derzeit auch noch in Grenzen. Besemer: „Wir bitten die Fans, Eintrittskarten nur an autorisierten Stellen zu kaufen.“

Und die Show steigt auf jeden Fall, was ja lange bezweifelt wurde. Mitte Juli meldete sich U2-Sänger Bono nach seinem bei Tourvorbereitungen erlittenen Bandscheibenvorfall zurück und bedankte sich bei den Fans für ihre Unterstützung. „Mir geht es sehr gut. Ich kann sitzen, ich kann stehen, ich kann ein bisschen herumgehen. Ich fühle mich stark und selbstbewusst ... Ich bin fertig wieder zusammengebaut von deutschen Ingenieuren. Besseres Design, sagt man mir. Ich freue mich auf den Sommer in Europa.“

Der U2-Sommer beginnt heute im Turiner Stadio Olimpico und setzt sich am Dienstag in der Frankfurter Commerzbank-Arena fort, worauf als dritte Station dann am Donnerstag Hannovers AWD-Arena folgt.

So kommen Sie zur Arena-Show – trotz Maschseefest

U2-Konzert und Maschseefest am selben Tag. Problem: Der Partytrubel am See nimmt Parkmöglichkeiten für die erwarteten 48 000 Besucher der Stadion-Show. Veranstalter und Polizei rechnen für den Donnerstag, 12. August, mit 8000 bis 10 000 Fahrzeugen (Verkehrsspitze: 18 Uhr). Dem stehen 4000 Stellplätze auf dem Schützenplatz gegenüber. Zu wenig.

Menschenmassen unterwegs. Sicherheit ist alles. Erst recht nach Duisburg und der Loveparade-Tragödie. „Die Branche kann sich die Genehmigung dort nicht erklären“, sagt Hannover-Concerts-Chef Wolfgang Besemer. Mit Hannover sei die Situation nicht vergleichbar, „hier und in fast allen anderen Städten“ folge man bei Großveranstaltungen strikt der Versammlungsstättenordnung. Das Optimale für den Fan sei Verpflichtung. „Der reibungslose Ablauf dieser Veranstaltung ist der Baustein für die nächste Show 2011“, sagt Besemer.

So will die Verkehrsmanagementzentrale Hannover die Gäste „von außerhalb“ (U2 spielen im Norden nur in Hannover) mit festen und flexiblen Verkehrsleitsystemen von den Autobahnen Richtung Messe-Nord umleiten. Zudem wird den Rockfans von weither per Rundfunk nahegelegt, „Hermes-Allee“ ins Navigationsgerät einzugeben oder die Anweisungen ihres Navis zugunsten der Ausschilderungen zu ignorieren. Vierwagenzüge der Stadtbahnlinie 8 fahren als Shuttle-Service zwischen Messe-Nord und Aegi. Nach Konzertende gehts dann in die entgegengesetzte Richtung.

Rockfans aus Stadt und Umland werden gebeten, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die Eintrittskarte ist ein Kombi-Ticket, sie berechtigt auch zu Hin- und Rückfahrt mit Üstra, S-Bahn und Regio-Bus.

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