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Kultur TLR zerfetzen jede Schublade
Nachrichten Kultur TLR zerfetzen jede Schublade
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13:18 12.06.2018
Machen Krach mit Ansage: Lars Hansen (links) und Carlo Kallen sind TLR. Am 13. Juni spielen sie im Kulturpalast. Quelle: Isabelle Hannemann
Hannover

Warum nicht mal ausbrechen? „Tag für Tag der Weg zur Arbeit, Graugesichter, Stahl, Verkehr“, brüllt Carlo Kallen. Dazu scheppert sein Schlagzeug, und der Bass von Lars Hansen vibriert. Kallen ist hauptberuflich Pressesprecher bei Enercity. Mit Hansen bildet er TLR, eine neue und ziemlich ungewöhnliche Band aus Hannover.

Denn die beiden sind nur zu zweit, machen aber Krach für zehn. „Post-Punk-Core-Something“ nennen sie selbst ihre Mischung. Motto: „Wen interessiert die Schublade, wenn es die Schrankwand zerreißt?“ Kallen, der eine lange Punkrock-Vergangenheit mit Bands wie brutal verschimmelt hat, spielt Schlagzeug und singt dabei. Hansen ist der Bassist, lässt den aber über gleich drei Verstärker und etliche Effektgeräte laufen, dass es das volle Klangspektrum einer Band ergibt. Kein Wunder: Der Mann arbeitet als Architekt; der weiß, wie man Sachen aufbaut.

„Es gibt weltweit vielleicht zehn Formationen, die so arbeiten“, meint Kallen. Bei den beiden ist das Konstrukt ein wenig aus der Not geboren. Sie waren zwei Drittel der hannoverschen Artcore-Band Blanc – „dann sind wir unseres Gitarristen verlustig gegangen“. Ein Jahr haben sie experimentiert, bis das heutige Konstrukt stand: extrem verspielter Hardcore mit deutschen Texten und harscher Tanzbarkeit. „Ein bisschen Hip-Hop-artig – nur mit mehr Eiern“, findet Kallen. Inzwischen sind sie auch bereit, das live vorzustellen: Am 13. Juni spielen sie ab 20 Uhr im Kulturpalast. Der Eintritt kostet sieben Euro.

Von Stefan Gohlisch

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