Navigation:
Lieben ohne Leiden? Alexandra Kamp und Dietmar Horcicka in „Illusionen einer Ehe“ im Theater am Aegi.

Lieben ohne Leiden? Alexandra Kamp und Dietmar Horcicka in „Illusionen einer Ehe“ im Theater am Aegi.
© Steffen

Boulevardtheater

Szenen einer Ehe

Eine Dreiecksgeschichte als Boulevardtheater: Im Theater am Aegi läuft „Illusionen einer Ehe“ mit TV-Star Alexandra Kamp. Das sagt unser Kritiker.

Hannover. „Eine Bestandsaufnahme“ machen will Jeanne mit ihrem Mann Maxime – das Paar ist lange verheiratet, glücklich, aber war sich nicht immer ganz treu. Das Boulevardtheaterstück „Illusionen einer Ehe will es genau wissen: Wie viele Seitensprünge waren es denn genau?

Maxime gibt zwölf zu, „manch andere Frau würde dich dafür umbringen“, sagt Jeanne (Alexandra Kamp), sieht es aber gelassen. Ganz anders Maxime (Dietmar Horcicka), als sie eine einzige Affäre zugibt: Seine „Unfälle“ seien oberflächlich gewesen, doch Jeannes Romanze lassen den Hektiker die Haare raufen und über die Bühne laufen – vor allem, als seine Frau den Namen des Liebhabers nicht herausgeben will.

Neun Monate ging das Ganze: „Ihr habt Dinge unternommen, zum Beispiel was weiß ich“, stottert Maxime und kriegt sich kaum mehr ein – er kennt den Schuldigen sogar, weiß er, und verdächtigt seinen besten Freund Claude (Ronald Spiess), den er sogleich zum Mittagessen mitsamt Verhör einlädt.

Der wiederum hat ganz andere Probleme: ist arbeitslos, geschieden, unglücklich – doch hat er auch seinen besten Freund gehörnt? Die Antwort wollen die 800 Zuschauer im Theater am Aegi wirklich wissen, das zackige Hin und Her und die Psycho-Spielchen vom blamierten Ehemann machen Lust beim Zugucken, auch wenn zugute der Intrige ein paar der üblichen Aegi-Komödien-Kalauer weichen müssen.

Claude macht sich zwar verdächtig, ist aber von seinem Freund, der in Lauerstellung um ihn herum schleicht, nicht zu fassen. Wie „so eine tolle Frau so einen Idioten heiraten konnte“, weiß er trotzdem nicht, einen Freund zu hintergehen, endet aber „im Polizeibericht“. Die kühle Jeanne hält sich derweil zurück, bis andere Enthüllungen ans Licht kommen – das Stück vom Franzosen Eric Assous ist kein schlüpfriger Kicher-Kick, amüsiert aber gerade deswegen viel vollkommener. Wer letztlich wen mit wem betrogen hat, ist auch gar nicht so wichtig für eine Ehe.

Wieder am 18. März um 15 und 20 Uhr. Karten (31 bis 44 Euro) gibt es in den NP-Ticketshops.

Von Lilean Buhl


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Martin Schulz kritisiert die aggressive Rhetorik der CDU. Sollte in der Politik ein anderer Umgang herrschen?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie