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Kultur Stiftungskonzert in der Staatsoper
Nachrichten Kultur Stiftungskonzert in der Staatsoper
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16:19 20.08.2017
Quelle: Queren
hannover

So kann es weiter gehen in der Saison: tolle Sänger, interessantes Programm, ein internationaler Stargast (Thomas Hampson) und ein Orchester in Bestform. Mit einem überragenden Stiftungskonzert ist die Staatsoper in die Spielzeit gestartet.

Wie bei diesen Konzerten schöne Tradition (der Erlös geht vollständig in die Opernstiftung) wird in der Speisekarte geblättert und mit Häppchen Appetit gemacht auf die kommenden Premieren. Auf die „Zauberflöte“ (13. Januar) zum Beispiel, in der Dorothea Maria Marx als stimmprächtige Königin der Nacht in der Rachearie sternengleiche Koloraturen aufblitzen ließ – dafür gabs mit den meisten Applaus.

Ein weiterer Publikumsrenner kündigt sich auch schon an. Die „Westside Story“ übernimmt in der kommenden Saison den Musicalpart. Michael Pflumm und Stella Motina schmachteten mikrofonverstärkt das „Maria“ und das „Tonight“ aus der Balkonszene. Obwohl die Premiere erst am 29. September über die Bühne geht, werden die Karten für November und Dezember schon knapp.

Da wird „Der junge Lord“ neidisch sein, leidlich zeitgenössisches Musiktheater hat es in Hannover schon immer schwer gehabt – obwohl diese Henze-Oper, wie Rebecca Davis und Simon Bode in einem Duett bewiesen, richtig Spaß machen kann.

Den brachte auch Grandseigneur Thomas Hampson ins restlos ausverkaufte Opernhaus. Der Starbariton ist ein echter Publikumsliebling und wusste als solcher auch zu begeistern. Toll, sein Sinatra-nah geschwelgtes „Lonely Town“ aus Bernsteins „On the Town“. Mit versierter Routine bewältige er die Arie des Germont aus „La Traviata“ und ließ bedächtig den „Abendstern“ aus dem „Tannhäuser“ ziehen.

Wie gut aufgelegt das Orchester war, zeigte die „Wilhelm Tell“-Ouvertüre – glitzernd-frisch dirigiert von Generalmusikdirektor Ivan Repušić. Ansonsten noch im Angebot: die neu inszenierte „Aida“ (14. April) mit einer stimmstarken Karine Babajanyan in der Titelpartie und als hörenswertes Angebot nicht nur an Kenner: die auch klanglichen reizvollen „Dialoge der Karmeliterinnen“ von Poulenc (2. Juni).

Nimmt man den Applaus des Abends als Maßstab, freuen sich die Opernfans ziemlich unbändig auf die neue Spielzeit.

Von Henning Queren

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