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Abstraktes Kabinett: Das Sprengel Museum gibt immer wieder neue Blicke auf die Sammlung frei.

Abstraktes Kabinett: Das Sprengel Museum gibt immer wieder neue Blicke auf die Sammlung frei.
© FoHerling

Auszeichnung durch die Kunstkritiker von Aica

Sprengel ist Museum des Jahres

Bestes Museum Deutschlands: Das Sprengel Museum hat den Titel geholt,

Hannover. Das beste Museum der Republik steht in Hannover – zumindest für ein Jahr. Das Sprengel Museum hat den Titel „Museum des Jahres“ geholt. Die Ehrung wird von der internationalen Vereinigung der Kunstkritiker (AICA) vergeben.

Dabei würdigt die Vereinigung auch die Architektur des Neubaus. „Der Kubus ist sehr schlicht“, so Danièle Perrier. Die AICA-Präsidentin hatte bei ihrem Besuch in Hannover vor allem die räumliche Innenausstattung geschätzt: „Das ermöglicht eine ganz unterschiedliche Wahrnehmung der Kunst, wir es nur wenige andere Museum bieten.“ Die besondere Architektur würde endlich den Bedürfnissen der ständig wachsenden Sammlung gerecht werden. Besonders beeindruckt waren die versammelten Kritiker von den „tanzenden Räumen“ und dem Calder-Saal.

In der Jury-Begründung heißt es für die Titelvergabe außerdem, dass sich das Museum auch über eine hervorragende Sammlung verfügt, die „durch eine kluge Ankaufspolitik und weitere Schenkungen ständig wächst.“ Und dass das Museum die damit verbundene Verantwortung übernommen hat. Preiswürdig sei auch die Gründung des ersten Foto-Blogs im deutschsprachigen Raum, wo über die Kunstform der Fotografie diskutiert werden kann.

Die Kritiker würdigen mit der Titelvergabe auch ausdrücklich „nicht das Sprengel Museum allein, sondern generell die Stadt Hannover als Standort guter Institutionen für zeitgenössische Kunst“. Wobei sich AICA-Generalsekretär Ludwig Seyfarth auf die aktuellen Ausstellungen bezieht – wie „revonnaH. Kunst der Avantgarde in Hannover“.

Und weil auch sonst die Stadt mit gut fundierten Präsentationen glänzt. Wobei: Mit „Made in Germany“ seien die Kritiker nicht so sehr einverstanden gewesen – zu „poplastig“. Aber immerhin war auch die ein Erfolg.

Museumsdirektor Reinhard Spieler ist mit dem Titel „sehr glücklich“. Und sieht ihn als Bestätigung dafür, dass das ganze Team auf dem richtigen Weg ist. „Wir machen unsere Bestände auf neue Weise sichtbar und richten einen heutigen Blick darauf.“ Stefan Becker von den Freunden des Sprengel Museums findet es toll, „das wir überregional so wahr genommen werden“. Der Titel bekräftige, „dass das Haus in der ersten Liga ist, da, wo es auch hingehört“. Becker wünscht sich für das „kulturelle Kraftwerk“ am Maschsee eine weiterhin entsprechende Finanzierung durch Stadt und Land.

Von Henning Queren


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