Navigation:
WER IST DENN HIER DER SPIESSER? Bond-Darsteller Daniel Craig mit Pullover und Krawatte und Bond-Girl Naomie Harris.

WER IST DENN HIER DER SPIESSER? Bond-Darsteller Daniel Craig mit Pullover und Krawatte und Bond-Girl Naomie Harris.© Claudio Onorati

Interview

Skyfall kommt am 31.10. in die Kinos

Morgen kommt der neue Bond-Film in die deutschen Kinos. Hauptdarsteller Daniel Craig spricht im Interview über Bauchmuskeln und warum er mit dem echten Bond nie einen Drink nehmen würde.

Beim letzten Bond-Dreh zu „Ein Quantum Trost“ haben Sie sich in einer Action-Szene heftig verletzt. Wie wars diesmal?

Ich hatte keinerlei Verletzungen. Ich habe mir nur einmal einen Muskel in der Wade gezerrt. Aber zum Glück ist nichts passiert, das mich vom Filmen abgehalten hätte.

Wie viel lassen Sie von Stuntmen machen, und was machen Sie selber?

Ich mache so viel, wie ich kann. Aber ich bin nicht so dumm, als dass ich nicht wüsste, dass ich nicht alles machen kann. Wir haben ein fantastisches Stunt-Team. Manche Sachen überlasse ich lieber ihnen, das sieht auch besser aus. Ich bin aber sehr gerne mit ihnen zusammen. Immerhin vertraue ich ihnen manchmal mein Leben an. Sie sind wahnsinnig gut.

Einer der Hauptschauplätze von „Skyfall“ ist London. Wie haben Sie vor all diesen weltberühmten Sehenswürdigkeiten die Touristen vermieden?

Sehr früh morgens gedreht und darauf gehofft, dass noch nicht so viele Leute unterwegs sind. Man muss auch die Stadtverwaltung fragen und ihr versprechen, dass man den Verkehr nicht zu sehr behindert. Viele Leute waren unglaublich kooperativ, wir durften ja sogar in der Londoner U-Bahn drehen. Das öffnet schon ein paar Türen, wenn man einen James-Bond-Film macht.

Wären Sie im echten Leben ein guter Spion?

Nein, ich wäre absolut furchtbar! Ich kann einfach nicht lügen.

Aber die schicken Anzüge, die Sie im Film anhaben, wie siehts damit im echten Leben aus?

Die Klamotten musste ich sechs Monate tragen. Irgendwann will man sie echt nicht mehr sehen.

Der Dreh ist vorbei, was macht der Bond-Darsteller dann, vielleicht sich vom Himmel fallen lassen, ist ja gerade in?

Kein Fallschirmspringen, kein Drachenfliegen; ich entspanne mich lieber. Wenn ich nicht drehe, schlafe ich mich endlich mal aus und schaue mir unzählige DVDs an. Was gibt es Schöneres als einen verregneten Sonnabendnachmittag auf dem Sofa mit meiner Frau im Arm und der Fernbedienung in der Hand?

So sieht Ihr Fitnesstraining aus ... Wie wars vor dem neuen Dreh?

Ich bin froh, dass es vorbei ist. Es hat lange gedauert, bis meine Bauchmuskeln wieder ausdefiniert waren. Diese ganze Trainiererei ist geisttötend und langweilig.

Privat mögen Sie es anscheinend nicht so hart, keine Waffen, nett zu den Frauen ...

Wahrscheinlich macht es mir deshalb so viel Spaß, einen sexistischen, um sich schießenden Geheimagenten zu spielen. Aber im Ernst, ich spiele Bond wieder so, wie ihn sein Erfinder, der Schriftsteller Ian Fleming, gemeint hat: als Macho, Killer und eiskalten Spion, der über Leichen geht.

Ist James Bond insofern dann überhaupt noch zeitgemäß?

Als Action-Held im Popcorn-Film auf jeden Fall. Aber natürlich hat sich das Männerbild in den letzten Jahren gewandelt. Ich glaube, dass ein echter Macho bei den Frauen heute lächerlich wirkt. Der moderne Mann kann hart zupacken, wenn es mal nötig ist. Aber er ist auch sensibel und verantwortungsbewusst.

Können Sie sich vorstellen, mit James Bond einen Drink zu nehmen?

Oh nein, besser nicht. Ich glaube, ich wäre glücklicher, wenn ich mich von ihm fernhielte - da stirbt ohnehin nur jeder.

Und wie trinken Sie Ihren Martini-Cocktail?

Weder geschüttelt noch gerührt, ich bevorzuge einen Single-Malt-Whisky.

KURIOSES BEIM DREH

Limo auf der Straße

ISTANBUL. Auch bei diesem Bond-Film gabs allerlei kuriose Dinge. Ganz vorn steht der Verfolgungsdreh in Istanbul. Bonds Krawatte musste bei der Motorradjagd mit einem satten Gewicht beschwert werden, damit sie Daniel Craig nicht ins Gesicht weht. Und um ein Wegrutschen der Motorräder auf den Straßen zu verhindern, wurde Limonade auf den Asphalt gespritzt. Bei der Eröffnungssequenz trägt Bond einen Anzug. Der wurde gleich 85-mal angeschafft, es könnte ja was passieren. So richtig in die Vollen ging es auch bei der Waffenausbildung für den Film. Schauspieler und Komparsen verballerten mehr als 200000 Schuss Munition. Und was braucht man für eine Verfolgungsjagd im Zentrum Londons? 750 Statisten und 100 Fahrzeuge im Hintergrund.


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Freuen Sie sich auf Weihnachten?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie