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Nachrichten Kultur "Sister Act" kommt als Musical nach Hamburg
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17:33 04.12.2009
Whoopi Goldberg stellte in Hamburg ihr Musical vor Quelle: dpa

Ein wenig irritiert von dem Blitzlichtgewitter um sie herum gab der Weltstar dennoch gut gelaunt einen erfrischenden Vorgeschmack auf die „Fun Show“. „Sister Act“ soll im Herbst 2010 Deutschlandpremiere im Hamburger Operettenhaus feiern und das Udo-Jürgens-Musical „Ich war noch niemals in New York“ ablösen.

„Sister Act“ basiert auf dem gleichnamigen Film von 1992. Darin wird die erfolglose Clubsängerin Deloris (Goldberg) Zeugin eines Mordes und versteckt sich fortan in einem Kloster, wo sie den Chor der Nonnen wiederbelebt. Das Musical läuft derzeit vor täglich ausverkauftem Haus in Londons größtem Theater, dem Palladium am West End, und begeisterte bereits etwa fünf Millionen Besucher. Grund genug für den Musicalproduzenten Stage Entertainment, die mehr als zweistündige Show nach Deutschland zu holen.

Kein anderer Ort als das Hamburger Operettenhaus sei als Spielstätte hierzulande in Frage gekommen, sagte Stage-Geschäftsführer Johannes Mock-O’Hara. Die mitreißende Show habe einfach nach Deutschland gemusst, auch wenn dafür das erfolgreiche „Ich war noch niemals in New York“ weichen müsse. Das seit Dezember 2007 laufende Udo-Jürgens-Musical sahen bislang mehr als eine Million Zuschauer. Der letzte Vorhang soll voraussichtlich am 26. September 2010 fallen. Anschließend zieht das Stück ins Stuttgarter Apollo Theater um, wo es auf „We Will Rock You“ folgt.

Bereits in London hat Goldberg „mit allen Freiheiten“ an der Bühnenversion von „Sister Act“ mitgearbeitet, die nun auch mit ihrer Hilfe ins Deutsche übertragen werden soll. Bis auf die Sprache orientiert sich die Show am englischen Vorgänger. Die Unterschiede zum Film sind laut Goldberg jedoch gravierend: „Wir haben etwas völlig Neues daraus gemacht.“ „Sister Act“ sei erwachsener und größer geworden. Genau so müsse es sein, wenn man etwas von der Leinwand auf die Bühne bringe, erklärte die Schauspielerin, die in den USA eine eigene Talkshow hat.

Für Goldberg liegt der Film eine halbe Ewigkeit zurück. „Heute braucht man etwas wirklich Brandneues, Frisches und Aufregendes.“ Dafür sei das wunderschöne Operettenhaus ideal. Beim Anblick des Hauses habe sie bedauert, nicht singen zu können.

An der Suche nach der Hauptdarstellerin will sich Goldberg nicht beteiligen: „Das ist nicht mein Job“, sagte die 54-Jährige. Die Castings sollen im Frühjahr beginnen. Laut Regisseurin Carline Brouwer wird eine Frau gesucht, die alles können muss: „Singen, tanzen und komisch sein.“ Auch wenn das Stück wesentlich mehr Musikanteile besitze, so schlüpfe die Protagonistin dennoch in eine Rolle, die Goldberg geprägt habe. Das werde nicht einfach, sagte Brouwer. Die Regisseurin verantwortet schon die Londoner Version und derzeit ebenso die Inszenierung von „Ich war noch niemals in New York“ in Wien.

Die Musik zu „Sister Act“ stammt vom achtfachen Oscarpreisträger Alan Menken. Er komponierte auch Songs für die Disney-Filme „Verwünscht“, „Aladdin“ oder „Die Schöne und das Biest“.

Der Vorverkauf zu „Sister Act - Ein himmlisches Musical-Vergnügen“ hat ab sofort begonnen. Das Stück wird mit seiner Premiere im Herbst 2010 dann eines von drei Musicals in Hamburg sein. Seit acht Jahren läuft im Theater am Hafen das Disney-Stück „Der König der Löwen“. Im vergangenen Jahr hatte das Musical „Tarzan“ mit der Musik von Phil Collins in der Neuen Flora Premiere gefeiert.

Ob Goldberg zur Premiere von „Sister Act“ nach Hamburg anreist, ließ sie offen. Sie werde alles versuchen, um dabei zu sein, betonte die Schauspielerin, die eigenen Angaben zufolge an Flugangst leidet. Sie wisse allerdings auch, dass sie eine treue Fangemeinde in Deutschland habe. Ihr Besuch am Freitag sei ein „Dankeschön“ dafür gewesen. ddp

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