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Besucherschlange vor dem Gerald Schoenfeld Theater vor der Premiere von «Orphans». Foto: Caspar Tobias Schlenk

Besucherschlange vor dem Gerald Schoenfeld Theater vor der Premiere von «Orphans». Foto: Caspar Tobias Schlenk

Theater

Schauspieler Alec Baldwin am Broadway gefeiert

Der eigentliche Hauptdarsteller saß auf Platz "AA 114". Das Stück "Orphans" hätte die Broadway-Premiere von Hollywood-Star Shia LaBeouf werden sollen. Doch dann zerstritt sich der 26-Jährige mit seinem Schauspiel-Kollegen Alec Baldwin, warf die Rolle hin und zettelte öffentlich Streit mit dem 54-Jährigen an.

New York. n. Per Kurznachrichtendienst Twitter zitierte er aus vertraulichen E-Mails von Baldwin. Der schoss in einem Interview zurück, dass LaBeouf nicht als Theaterschauspieler geeignet sei. Schon lange hatte keine Broadway-Premiere mehr bereits im Vorfeld für so viel Wirbel gesorgt wie "Orphans".

Und dann überraschte LaBeouf erneut. Bei der Premiere am Dienstagabend (Ortszeit) saß der Star aus "Transformers" ganz brav in der ersten Reihe. Eine "gute Show" sei es insgesamt gewesen, lobte er via Twitter und veröffentlichte zum Beweis seiner guten Tat auch noch ein Foto seiner Eintrittskarte. 127 Dollar (etwa 100 Euro) bezahlte LaBeouf demnach für den Sitzplatz "AA 114". Nach dem Stück sei er als erster aufgestanden und habe applaudiert, twitterte ein Journalist der "New York Times". Dann habe sich der Schauspieler aber auch ganz schnell und vor allen möglichen Fragen verdrückt.

Baldwin zog seine Rolle währenddessen souverän durch und begeisterte das Publikum. Der Star aus der US-Fernsehserie "30 Rock" spielt den Gangster Harold, der von zwei Waisenbrüder gekidnappt wird und selber ohne Eltern aufgewachsen ist. "Jeder junge Mann braucht eine Ermutigung", sagt Harold den beiden Brüdern immer wieder. Statt zu fliehen, stellt er den älteren Bruder als seinen Bodyguard ein und unterrichtet den jüngeren. Der Schauspieler Tom Sturridge, der LaBeouf kurzfristig ersetzt hatte, brillierte als etwas zurückgebliebener Bruder Phillip. Geschmeidig wie ein Tier hüpfte der Freund von Schauspielerin Sienna Miller über die Bühne und brachte die Zuschauer mit seinen kindlichen Kommentaren zum Lachen.

Das Publikum feierte das Stück und zeigte sich auf Seiten Baldwins, der nach der Premiere - bevor er mit seiner schwangeren Frau Hilaria Thomas ins Taxi stieg - noch viele Autogramme schrieb. LaBeouf wäre nicht der Richtige für die Rolle des Phillip gewesen, sagte die New Yorkerin Nicole Zoitas. "Diese aggressive Art des Umgangs hätte ich Shia LaBeouf nicht abgenommen." Eine andere Zuschauerin sieht das ähnlich. "Baldwin und LaBeouf haben beide ihr Temperament, aber LaBeouf hätte einfach nicht gepasst."

dpa


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