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Aber bitte mit Banane: Hagen Rether im Theater am Aegi.

Aber bitte mit Banane: Hagen Rether im Theater am Aegi.
© Nancy Heusel

Kabarett

Rether verbreitet Liebe

Immer wieder „Liebe“: Kabarettist Hagen Rether begeistert mit seinem rundumerneuerten Programm 820 Zuhörer im Theater am Aegi.

Hannover. Charmant und elegant ist Hagen Rethers äußere Erscheinung. Im schwarzen Anzug, weißen Hemd und mit einem streng gebundenen Pferdeschwanz wippt und dreht der Kabarettist sich auf seinem ledernen Bürostuhl vor dem Klavier hin und her. „Liebe“ heißt sein ständig rundumerneuertes Programm. Doch der Schein trügt. Denn was Rether von sich gibt, ist gnadenlos, gnadenlos ehrlich.

Der gebürtige Rumäne teilt aus. Ob Sportler, Wirtschaftsakteur, normaler Bürger oder Politiker – niemand bleibt verschont.Insbesondere letztere natürlich, so kurz vor der Bundestagswahl. Da tischt er dem Publikum die Wahlversprechen der Parteien erst auf, um sie im nächsten Moment gehörig auseinander zu nehmen. Und natürlich wirft er auch einen kritischen Blick über den Atlantik.

Thematisch springt der Meister des Zynismus zwischen allen Angelegenheiten der von ihm betitelten „Kinder-Kasperle-Gesellschaft“, der es eigentlich viel zu gut geht, dies aber niemand wahrhaben will. Es geht um den Zynismus der Medien und die Engstirnigkeit der Menschheit. Das kommt gut an. Zwischen frenetischem Applaus und lauten Lachern gibt es an diesem Abend auch die stillen Momente, des Innehaltens, Verarbeitens und Verdauens, Rethers Worte sind harte Kost.

Vier Stunden lang sitzt er auf seinem Bürostuhl und philosophiert über ein Thema nach dem anderen. Und begeisterte 820 Zuhörer halten ebenso bis zum Schluss durch und ergeben sich der Wortgewalt. Als Belohnung gibt es dann am Ende doch noch ein kleines Konzert am Klavier.

Von Lara Sagen


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