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Kultur Puck-Darsteller Felix Martin im NP-Interview
Nachrichten Kultur Puck-Darsteller Felix Martin im NP-Interview
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19:13 15.08.2010
Spielt den Puck: Musicalstar Felix Martin Quelle: Steiner
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Wie gefallen dem Puck die Herrenhäuser Gärten?
Ich kannte sie nur vom Hörensagen. Und da wurde mir nicht zu viel versprochen. Wir sind ja erst zehn Tage vor der ersten Aufführung mit den Proben von der AWD-Hall ins Gartentheater gewechselt. Da waren dann 35 Grad! Herrlich!

Wie erleben Sie Hannover?
Das fängt ja jetzt erst richtig an. In den Vorbereitungswochen gabs nur Hotel und Proben, sonst nichts. Jetzt kann ich mir Hannover genüsslich reinziehen. Ich war schon in der Oper – „Anatevka“ – und beim Plaza-Festival.

Fühlt man sich manchmal verloren?
Nein, inzwischen ist auch meine Lilly in Hannover, meine kleine Prinzessin aus Kreuzberg. Ein braungepunktetes Dalmatiner-Mädchen, sie fühlt sich total wohl hier. Nur darf sie nicht mit in die Gärten. Mal sehen, vielleicht schmuggele ich sie als Bühnenrequisit rein.

Sie haben den Vampir Graf Krolock gespielt, das Biest der Schönen, Dorian Gray, Frank‘n‘Furter. Haben Sie eine Vorliebe fürs Fantastische?
Stimmt wohl, das ist immer nicht so aus dieser Welt. Die Leute lieben im Musical aber auch die unwirklichen Geschichten. Solche Stoffe machen viel Spaß.

Ist Shakespeare Ihr Schicksal? Sie haben schon mit sechs in „Der nackte Hamlet“ gespielt.
Das mit Shakespeare ist Zufall. Gesungen hab ich dagegen immer.

Sie geben auch Konzerte.
Ja, unter dem Namen Felix Martin and Friends bringen wir Musical-Highlights mit tollen Stars und großem Orchester. Gibt ja viele Musical-Tourneen, die mit „original“ und „Highlights“ werben. Oft sinds dann Sachen mit Halbplayback. Oder fünf Phantome der Oper reisen durch die Lande, und der Musical-Fan wartet vergeblich auf das tolle Musikstück, das er kennt. Leider sind zu viele auf den Zug aufgesprungen.

Was hat Sie gerade am Puck gereizt?
Eigentlich war ich für den Oberon angefragt. Aber ich hatte zuvor den Tod in „Elisabeth“ gespielt und den Krolock in „Tanz der Vampire“, Typen mit langen Mänteln, düstere Herrschertypen. Ich wollte mal den Schalk rauslassen.

Was ist der Puck für Sie?
Der hat Freude am Chaos, provoziert. Ein kleiner Punk, einen Brandstifter der Liebe nenn‘ ich ihn. Er zündelt hier ein bisschen, heizt die flammenden Herzen noch auf und hat Spaß. Und ich hab auch Spaß mit ihm (lacht).

Wie lange brauchen Sie vor der Vorstellung, den Puck in sich zu finden?
Das geht sehr schnell. Einmal geh ich davor für mich den ganzen Text durch. Da murmele ich mich dann so ein.

Wie lange brauchen Sie, den Puck hinterher loszuwerden?
Das geht auch schnell. Das ist ja nicht so ein schweres Stück. Direkt danach ist man noch voller Emotionen. Da ist der Applaus, wir haben ein klasse Publikum. Dann aber gehts unter die Dusche und auf ein schönes Bier in den Garten, die ganzen Gerüche dort einatmen. Was wunderbar ist. Nicht sofort tschüss sagen, den Abend mit den Kollegen genießen.

Junge Leute, die Vätern und Fürsten trotzen, war provokativ in elisabethanischer Zeit. Was sagt der „Traum“ den Liebenden heute?
Mache jeder, was er möchte, wenn er keinem anderen wehtut. Das ist vielleicht die Botschaft, die heutzutage aber schon weitgehend angenommen ist.

Wie finden Sie die Songs?
Es sind sehr schöne Songs. Ich mag besonders Bottichs „Ich hatte einen schönen Traum ...“ Ganz zart, der poetischste Moment des Ganzen.

Hatten Sie davor schon Open-Air-Theater gemacht?
Nur Konzerte. Noch nie ein Stück.

Guckt man da nach dem Aufstehen erst bei wetter.de?
Nein, ob bei Sonne oder Regen spielen, macht für mich keinen Unterschied. Ich muss aber auch nicht so lange herumliegen wie Titania.

Und wenns arg pladdert?
Am ersten Sonntag waren wir kurz davor, abzubrechen. Nicht wegen uns Leuten – wegen des Stroms. Wir haben dann die Pause vorverlegt. Es prasselte, aber die Leute waren gut präpariert, blieben sitzen. Wir hatten Glück: Der Regen hörte auf. Wir waren nassnass, aber die Standing Ovations waren erhebend.

Wieder am: 18., 19., 20., 22., 25. – 29. August, 2., 3., 5. September, 20 Uhr, Karten 21 bis 41,50 Euro. 18. und 25.8. sind Zusatzshows, neu im VVK!

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