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Mit Plakaten: Herbert Schmalstieg (Mitte links) und Harald Härke feiern mit dem Pavillon-Team.

Mit Plakaten: Herbert Schmalstieg (Mitte links) und Harald Härke feiern mit dem Pavillon-Team.

Soziokultur

Pavillon feiert 40. Geburtstag

Am 23. September 1977 wurden per Vertrag die Weichen gestellt, die zum Kulturzentrum Pavillon führten. Nun feierte die Institution mit geladenen Gästen 40. Geburtstag.

Hannover. Element of Crime und die Einstürzenden Neubauten haben im Pavillon gespielt, Deine Freunde und Deine Lakaien. Politische Impulse sind von dem ehemaligen Behelfsbau ebenso ausgegangen wie Kinderkarawanen. Und das Masala-Festival bringt alljährlich mehr internationales Flair in die Stadt als jede Messe oder Expo. Jetzt wird der Pavillon 40 und hat das nun gefeiert.

Die geballte Kulturszene der Stadt, darunter auch etliche Zeitzeugen, kamen zum traditionellen, diesmal zur Jubiläumsparty umfunktionierten Frühjahrsempfang des Kulturzentrums am Raschplatz und erlebten eine Art Live-Fernsehshow mit Bordmitteln, inklusive Film-Einspielern, Literatur, Musik, Talk und Tanz. Ex-Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg lobte das „Kulturgut Pavillon“ – er hatte einst als junger Amtsinhaber den Vertrag mit unterschrieben, durch den der vorherige Übergangsbau eines Kaufhauses an die Bürgerinitaive Raschplatz übergeben wurde: „Es war der Beginn einer wunderbaren Sache, die bundesweit Geschichte geschrieben hat.“

Historische Meile

Historische Meile: Zum Jubiläum wurde der Hauptgang des Pavillons mit Plakaten von Bands dekoriert, die hier spielten.

An Hannovers Raschplatz wurde definiert, was Soziokultur bedeutet. Daran erinnerte auch Niedersachsens Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajić und betonte, dass dieser Prozess weitergehen müsse: „Das ist eine Frage des Generationswechsels in der Soziokultur“ – die Gründer sind oder gehen bald in Rente; eine neue Generation übernimmt. Hannovers Kulturdezernent Harald Härke jedenfalls sieht das Kulturzentrum bereits als „Flaggschiff“ einer möglichen Kulturhauptstadt Hannover. Und er versprach, er werde sich dafür einsetzen, dass der Bildungsverein im ersten Stock des Pavillons untergebracht werde.

Der Pavillon, einst durchaus kritisch beäugt, ist in der Mitte der Gesellschaft und der Stadt angekommen. Darüber spottete dann zum Abschluss des offiziellen Teils Kabarettist Andreas Rebers: „Die Klischees von heute waren früher Utopien.“ Und am 23. September, dem eigentlichen Jubiläumstag, wird wieder gefeiert, dann nicht mit geladenen Gästen, sondern öffentlich. Denn eines soll der Pavillon bleiben: ein Ort der Ideen für alle.

Von Stefan Gohlisch


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