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00:18 07.12.2017
Und jetzt umdrehen:
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Hannover

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Eines? Wenn die Chippendales auftreten, dann brennt die Hütte. Von der üblichen besinnlichen Weihnachtsstimmung während der Adventszeit war im nahezu ausverkauften Theater am Aegi jedenfalls nichts zu spüren.

Im Gegenteil – es ging ziemlich heiß her, als die muskulösen Schönlinge aus den USA den Theatersaal an diesem Abend vor weiblichen, und man muss sagen: kochenden Fans so ganz ohne Glühwein zum Glühen brachten.

Was diese sich von einem Abend mit den Chippendales erhofft haben, lässt sich schnell auf den Punkt bringen: Männer. Haarfarbe egal, Größe nebensächlich, ob Single oder vergeben auch egal. Hauptsache nackig und knackig.

Einen höherwertigen intellektuellen Anspruch hat die Show bekannterweise nicht. Das Prinzip war schnell verstanden: Die Männer tanzen, reißen sich ihre Leibchen vom Waschbrettbauch, schleudern diese ins Publikum (woraufhin sich alle wie in einem Haifischbecken hysterisch über die Theatersitze werfen), springen aus der Hose, ziehen sich die Boxershorts runter und präsentieren ihren Knackepo.

Dann folgt ein neues Outfit, das wieder nicht lange am Körper bleibt. Ob Polizist, Bauarbeiter, Soldat, Pilot oder Cowboy – in ihrer Strip-Show ließen die Chippendales kein Klischee aus.

Nach ein oder zwei Mal ausziehen könnte man meinen, schon alles gesehen und für ultrasexy befunden zu haben. Oh nein. Dem Gekreische nach zu urteilen konnten die Frauen von den Testosteron-Bomben auf der Bühne gar nicht genug bekommen. Gucken war an diesem Abend selbstverständlich für alle Zuschauer erlaubt – Anfassen allerdings nur für einige, aus dem Publikum gefischte Auserwählte, die auf der Bühne prompt als Objekt der Begierde in die Show der lasziven Tänze integriert wurden.

Seit 30 Jahren verdrehen die Chippendales ihren weiblichen und inzwischen auch vereinzelt männlichen Fans den Kopf. Neben neuen Choreografien, heißen Pop(p)-Songs und einer entsprechenden Lichtshow überzeugten die Stripper auch mit überdurchschnittlichem Live-Gesang und Rap.

Auf ihrer aktuellen Tour „Best. Night. Ever“ beglücken die Hotties hierzulande mehr Fans als je zuvor: 42 Shows in 38 Städten innerhalb von drei Monaten. Ob sie genug Leibchen eingepackt haben? Auftreten dürften sie sicher auch direkt mal ohne.

Von Lara Sagen

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