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Kultur NP eröffnet Künstlernetzwerk im Internet
Nachrichten Kultur NP eröffnet Künstlernetzwerk im Internet
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12:51 06.09.2010

Wer sich bisher als Künstler im Internet präsentieren wollte, war auf eine eigene Webseite angewiesen und musste darauf vertrauen, irgendwann einmal von interessierten Kunstfreunden entdeckt zu werden. Eine deutlich prominentere Plattform stellt die Neue Presse pünktlich zum 13. Zinnober-Kunstvolkslauf an diesem Wochenende vor: Seit dem 4. September ist die Webseite www.neuepresse.de/kuenstler freigeschaltet. Künstler aus Hannover und der Region können dort ein Profil erstellen.

Während am Wochenende in der Stadt 40 Ateliergemeinschaften, Galerien und Kunsthäuser Ausstellungen zeigen und Aktionen präsentieren, formiert sich im Internet parallel dazu eine neue Künstlerkolonie. Ob Maler, Bildhauer, Videokünstler, Fotograf oder Illustrator – in dem neuen Netzwerk können Künstler aller Disziplinen eine Bildergalerie mit Fotos ihrer Arbeiten füllen und Angaben zur Biografie und zu Ausstellungen hinterlegen sowie Links, etwa zur eigenen Homepage, setzen.

Geplant ist, das Netzwerk auch auf die darstellenden Künste zu erweitern. Entwickler der Datenbank ist die Madsack Online GmbH. Profis und ambitionierte Amateure sind gleichermaßen aufgerufen, der virtuellen Community beizutreten. Die Teilnahme ist kostenlos. Jeder Nutzer kann bis zu zwölf Bilder in der Größe von zwei Megabyte hochladen.

Wer sich registrieren will, muss seinen Namen und eine gültige E-Mail-Adresse angeben. Die Datenbank bietet Kategorien an wie Film, Fotografie, Grafik, Installation, Malerei und Sonstiges. Die Nutzer können auch Mitgliedschaften bei Künstlerverbänden über eine Schaltfläche leicht kenntlich machen. Unter den Künstlern, die bereits ihre Teilnahme zugesagt haben, finden sich Degenhard Andrulat, Thomas Helmbold, Claudia Schmidt, Rüdiger Stanko, Peter Heber, Jan Eeckhout, Bernd-Wolf Dettelbach, Dagmar Brand, Ulrike Enders sowie der Künstler und Galerist Achim Leseberg.

Der in Hannover lebende Künstler Hannes Malte Mahler meint zum neuen Künstlernetzwerk: „Ich finde jedes Netzwerk herrlich – und Netzwerke hannoverscher Künstler ganz besonders.“ Der Maler und Grafiker Reinhard Stoppe freut sich über die „kostenlose Präsentationsmöglichkeit im Internet“ und die „verbesserte Auffindbarkeit im Netz“. Um für professionelle Nutzer attraktiv zu bleiben, meint Stoppe, dürfe das künstlerische Niveau in der Datenbank allerdings nicht zu niedrig sein.

Auch die Videokünstlerin Anne Nissen begrüßt das neue Künstlernetzwerk. „Mir sagen immer wieder Leute, sie würden gern Künstler kennenlernen, wüssten aber nicht wie. Das Netzwerk kann Leute in Kontakt bringen.“ Und über die offene Form, die Profis und Amateure einschließt, sagt Nissen: „Das ist genau wie bei Zinnober, eine bunte Mischung – und in jedem Fall willkommene Öffentlichkeitsarbeit“.

Das Netzwerk bietet Künstlern einen neuen Ausstellungsraum. Auch dabei: Jan Eeckhout (Bild oben) und Ulrike Enders (Bild unten).

Auf zum Volkslauf!

Am Wochenende ist in Hannover wieder Zinnober-Kunstvolkslauf. Es ist die 13. Ausgabe der beliebten Veranstaltung. 40 Atelierhäuser, Galerien und Ausstellungseinrichtungen, darunter der Kunstverein Hannover und die Kestnergesellschaft, öffnen ihre Türen. Der Auftakt des Kunstvolkslaufs ist am Sonnabend, 4. September, um 11 Uhr in der Städtischen Galerie Kubus. Danach geht es kreuz und quer durch die Stadt, zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto.

Pünktlich zur Stärkung sollte sich das Kunstvolk in der Lindener Produzentengalerie Falkenberg einfinden. Dort gibt es traditionell „Kunstsuppe“. Erstmals dabei sind diesmal der hub:kunst.diskurs-Verein in der Südstadt und der feinkunstraum von Hannes Malte Mahler in der List. Mahler hat seinen Nachbarn Timm Ulrichs in seinen Showroom eingeladen – mit der Ausstellung „I presume“. Das neue Lister Atelierhaus in der Spichernstraße, in dem zahlreiche namhafte Künstler tätig sind, nutzt Zinnober, um sich erstmals dem Publikum vorzustellen. Und in der Galerie Robert Drees ist die Filmregisseurin und Fotografin Franziska Stünkel zu Gast. Am Sonnabend um 14.15 Uhr wird sie dort eine Aktion veranstalten.

Rund 13.000 Besuche werden beim Zinnober-Wochenende durchschnittlich gezählt. Bereits zum zehnten Mal wird der Kunstvolkslauf von der Nord/LB unterstützt, die mit ihrer art gallery am Friedrichswall zugleich Teilnehmer ist: Dort stellt der Düsseldorfer Altmeister Markus Lüpertz aus.

Weitere Informationen zum Kunstvolkslauf am 4. und 5. September gibt es unter Telefon (05 11) 16 84 52 45 und im Internet unter www.zinnober-kunstvolkslauf.de. Broschüren zum Volkslauf liegen im Kulturbüro, in Museen und Galerien aus.

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