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Kultur Mona Lisa und Nofretete als Enten in Hildesheim
Nachrichten Kultur Mona Lisa und Nofretete als Enten in Hildesheim
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15:27 09.09.2010
Die Entenausstellung "Duckomenta" in Hildesheim.  Quelle: Duckomenta
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Hildesheim. Insgesamt hat eine Künstlergruppe 400 Nachbildungen berühmter Kunstwerke oder archäologischer Funde für die Schau mit dem Titel „Duckomenta - Welt-Kultur-(Enten)-Erbe“ gestaltet. „Die Besucher surfen sozusagen auf Entenfüßen durch die Ausstellung“, erläuterte Museumschefin Katja Lembke am Donnerstag das Konzept. Und dabei kommt man aus dem Schmunzeln kaum heraus, wenn man die Bezüge zu den bekannten Vorbildern erkennt. Zu sehen sind etwa das bekannte Porträt der österreichischen Kaiserin Sissi, die Engel aus der Sixtinischen Kapelle oder auch eine angeblich jungsteinzeitliche Venus-Statue - jeweils mit deutlichem Entenschnabel versehen.    

Aber auch moderne Kunst wurde für die Ausstellung neu interpretiert. So ist eine der fülligen Nanas von Niki de Saint Phalle mit großen Micky-Maus-Ohren zu sehen, Roy Lichtensteins berühmtes „Ertrinkendes Mädchen“ wird zur „Ertrinkenden Ente“ und auch eine auf dem Kopf stehende Ente nach dem Vorbild von Georg Baselitz fehlt nicht im Spektrum der „Duckomenta“.

Bei der Ausstellung, die laut Lembke etwa eine Viertelmillion Euro gekostet hat, geht es aber nicht nur um Unterhaltung. „Wir bleiben damit natürlich auch unserem Bildungsauftrag treu“, sagte die Museumsleiterin. Denn große und vor allem kleine Besucher sollen durch die verfremdeten Werke auch an die Originale herangeführt werden. Tafeln neben den Nachbildungen liefern Informationen zum ursprünglichen Kunstwerk.

Die „Duckomenta“ hat mit dem Walt Disney-Konzern nichts zu tun. Die Werke wurden von der Künstlergruppe Interduck geschaffen, die vor fast 25 Jahren an der Kunsthochschule Braunschweig entstand. Interduck hat ihre tierischen Werke bereits an mehreren Orten gezeigt. Noch nie aber waren so viele „Duckomenta“-Exponate wie in der Hildesheimer Ausstellung zu sehen.

Zum ersten Mal arbeitet das Museum bei dieser Sonderausstellung mit dem in der Nähe von Hildesheim gelegenen Schloss Marienburg zusammen. Einige „Duckomenta“-Werke sind im Schloss ausgestellt. Ein entenhaftes Porträt des früheren Schlossherrn, Prinz Ernst August von Hannover, befindet sich aber nicht darunter. Die Sonderausstellung ist noch bis zum 1. Mai 2011 in Hildesheim zu sehen. dpa

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