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Ohne Fliege: Teesy bei seinem Konzert im Capitol.

Ohne Fliege: Teesy bei seinem Konzert im Capitol.

Konzert

Mit Teesy am Lagerfeuer

Alles easy mit Teasy: Der Deutschrapper („Generation Maybe“) gab ein entspanntes Konzert im Capitol. 1200 Fans waren begeistert.

Hannover. „Scheiß-Zeiten da draußen. Wem geht’s trotzdem gut?“ Im Capitol allen. An diesem regnerischen Februarabend ist das Teesy-Konzert für die 1200 ein Hafen der guten Laune und der sonnigen Vibes.

Ihr Lieblingsrapper trägt ein luftiges Kurzarm-Hemd – er und seine Sechs-Mann-Band haben den Soundtrack für den Sommer, der noch kommt. „Ich küss‘ besser, lieb‘ härter, mach‘ hundert Pro hundert Mal bessere Pfannkuchen“, gibt der Rapper an – auch wenn andere Typen dickere Autos fahren, sind heute drei Viertel des Publikums Mädels. „Beim zweiten Mal“ ist die Aufforderung zum Tanz für die jungen Gäste, Teesy freut sich, bereits das zweite Konzert im Capitol zu spielen.

„Wer feiert den alten Shit?“ So gut wie alle, der Sound der Kombo trägt klar die Handschrift des Labels Chimperator: Souliges Keyboard, jazzige Beats und – wie beim Vorzeigepanda Cro – erste Reihen voller Mädchen, die jede Silbe mitsingen. Teesy scheut weder Pathos noch Kitsch, wirft sich mit fast verzerrtem Gesichtsausdruck in seine Texte. Dann macht die Band eine Pause, nur mit seinem Gitarristen singt Teesy „Ein Fuß nach dem anderen“ – ohne Akustik-Parts läuft kein deutsches Softie-Rapkonzert mehr, der Saal zückt geschlossen die Smartphones.

Mit Gastrapper Mag Wolfskin kommt „VW Bus“, gut gelaunt plaudert Teesy aus dem Urlaub mit dem umgebauten Bulli in Südfrankreich, fragt die Fans nach ihren Lieblings-Urlaubsorten. Später teilt sein Backup-Rapper Becher aus. Was drin ist? „Southern Comfort und Ginger Ale (S.C.G.A.)“ – während andere Crews Hustensaft im Doublecup haben, machen sich Band und Fans mit dem Mixgetränk eine „unfassbare Nacht“ – wenn doch nur Juli wäre und man am Lagerfeuer säße.

In „Ein Wort“ prahlt Teesy wieder mit seinem Pfannkuchenrezept – dafür beginnt das Stück mit dem ansteckendsten Intro des Abends. 1200 grooven mit. Und 2400 Füße wippen.

Von Lilean Buhl


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