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Kani Alavi ist bestürzt über die Abrissarbeiten an der Berliner Mauer.

Kani Alavi ist bestürzt über die Abrissarbeiten an der Berliner Mauer. © Alina Novopashina

Geschichte

Mauer-Durchbruch: Künstler will Verdienstkreuz zurückgeben

Aus Protest gegen die Abrissarbeiten an der Berliner Mauer will der Vorsitzende der Künstlerinitiative East Side Gallery, Kani Alavi, sein Bundesverdienstkreuz zurückgeben.

Berlin. Alavi erhielt die Auszeichnung 2011, weil er sich mit seinem Verein jahrelang für den Fortbestand des längsten noch erhaltenen Mauerabschnitts eingesetzt hatte. "Es ist würdelos, wenn das Werk, für dessen Erhalt ich ausgezeichnet wurde, jetzt wieder von der Stadt zerstört wird", sagte Alavi am Donnerstag und bestätigte damit Medienberichte.

Sein Verdienst werde so nicht mehr geachtet. "Ich bin gerade dabei, mich zu informieren, wie und wo ich die Auszeichnung zurückgeben kann", sagte Alavi.

Trotz wochenlanger Proteste mit tausenden Demonstranten und trotz zahlloser Gespräche klafft seit Mittwochmorgen eine neue, nun sechs Meter breite Lücke im längsten noch erhaltenen Mauerstück. Diese diene als Zufahrt zur Baustelle seines geplanten Hochhauses, ließ Bauinvestor Maik Uwe Hinkel mitteilen. Die herausgetrennten Mauerteile würden nach Abschluss der Arbeiten wieder eingesetzt.

dpa


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