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Kultur Masala wird zum „World Music Circus“
Nachrichten Kultur Masala wird zum „World Music Circus“
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00:23 07.04.2018
Bunte Truppe: Le Cique du Platzak eröffnen das Masala-Festival. Quelle: Masala
Hannover

Es wird der ganz große „World Music Circus“: Das Masala-Festival wird in diesem Jahr – vom 25. Mai bis 3. Juni – so bunt wie noch nie: Zirkus ist das Motto. „Wir wollten mal etwas Luftiges als Thema nehmen“, sagt Programm-Gestalter Gerd Kespohl. Und seine Tochter Melissa, die die Pressearbeit für den veranstaltenden Pavillon macht ergänzt lächelnd: „Es sollte mal unpolitisch werden – hat natürlich nicht so ganz geklappt.“

Denn ist es in diesen Zeiten nicht schon politisch genug, den Kulturen der Welt eine gemeinsame Bühne zu bieten, wird Masala in diesem Jahr auch von einer Fotoausstellung flankiert, die den schönen Schein der Manege mit den Krisengebieten dieser Welt verbindet: Die preisgekrönte Fotografin war in aller Welt unterwegs und nahm Zirkusbilder auf, die zugleich das größte Elend und die ungebrochene Lebensfreude von Menschen in großer Not zeigen. Hinzu kommen Bilder des hannoverschen Fotografie-Studenten Lukas Berger, der bereits auf dem Lumix-Festival ausstellte.

Musikalisch wird es heiterer: Gleich vier Formationen tragen schon den Zirkus im Namen. Masala wird am 25. Mai auf dem Weißekreuzplatz eröffnet von Le Cirque du Platzak, die in ihren ziemlich wilden Performances Folk und Artistik verbinden. Der Electric Swing Circus verbindet – ebenfalls a Eröffnungstag – die Roaring Twenties mit Breakbeats. Der Gankino Circus bietet am 27. Mai auf dem Gut Adolphshof deutsche Weltmusik, nämlich fränkische, plus Kalaue, und Babylon Circus aus Frankreich spielen am 2. Juni im Pavillon Klezmer, Ska und Reggae.

Schauspielerin Meret Becker tritt in ihrem musikalisches Programm (31. Mai, Pavillon) als Zirkuspferd auf. Und der kambodschanische Jugendzirkus Phare Ponleu Selpak bereichert den Masala-Weltmarkt, der als multikulturelles Volksfest traditionell das Festival beschließt und wie im Vorjahr auf dem Weißekreuzplatz stattfindet – diesmal für drei Tage, vom 1. bis 3. Juni, was zeitgleich zum Lister-Meile-Fest ist.

Festivalzentrum bleibt der Pavillon, und doch geht Masala auch wieder in die Region, zum Beispiel ins Schloss Landestrost, wo am 28. Mai die Portugiesin Lula Pena ihre sehr eigene, bluesige Version des Fado spielt. das musikalische Spektrum reicht vom griechischem Ska der Formation Locomondo (1. Juni im Pavillon, mit einer speziellen Version von Udo Jürgens’ „Griechischer Wein“) bis zum hinreißenden, afrikanisch geprägten Folk von Fatoumata Diawara aus Mali, die am 26. Mai im Pavillon auftritt. Und wieder ist „Niedersachsen im Dialog“ – in dieser Reihe spielt am 29. Mai der aus Venezuela stammende Hannoveraner Nene Vasquez mit Alina Frazao aus Angola.

Menschen, Biere, Sensationen, nicht zuletzt musikalische. Die Manege ist bereitet.

www.masala-festival.de

Von Stefan Gohlisch

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