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Masala: Ein Festival voller Grenzgänger

Vom 12. bis 21. Mai findet wieder das Masala-Festival statt. Ein Überblick.

Hannover.  Das Motto lautet „Grenzen“, doch das Thema ist deren Überschreitung. Das gilt schon immer für das Masala-Weltbeat-Festival. Das gilt insbesondere für die diesjährige Ausgabe vom 12. bis 21. Mai.

„Musik“, sagt Programmmacher Gerd Kespohl, „ist grenzenlos; sie kann Türen öffnen zu anderen Kulturen und Menschen.“ Diese Stärke zeigt sich in der Begegnung, und dafür ist die Auftaktveranstaltung ein Beispiel. Da spielen die New York Gypsy All Stars, deren Mitglieder in New York leben, aber aus Mazedonien, der Türkei, Griechenland und auch den USA stammen und die mit Pop, Klassik und Jazz den Weg des Gypsy über Indien und den Balkan bis in nden Westen nachzeichnen – und sie treffen auf die hannoversche Tribal-Dance-Gruppe Perlatentia, eine Veranstaltung der Unterreihe „Niedersachsen im Dialog“.

Elf Abende mit Musikern aus 16 Ländern bietet Masala – und ein besonderes Highlight: Salif Keita aus Maii, einer der bekanntesten afrikanischen Musiker. 180 000 Euro beträgt das Budget, das – selten genug für ein Festival dieser Art – zu immerhin fast 40 Prozent mit Eintrittsgeldern erwirtschaftet wird. Der Rest kommt von Förderern wie Stadt, Land, Stiftung Kulturregion und Stiftung Niedersachsen. Wieder gastiert Masala im Umland: vom 14. bis 17. Mai mit verschiedenen Formaten in Hämelerwald, Bennigsen, Neustadt und Bredenbeck.

Die Auffassung dessen, was Weltbeat ist, hat sich über die Jahre zunehmend modernisiert. Masala 2017, das heißt eben auch Afrobeat mit Hip-Hop-Einflüssen (Inna Modja aus Mali am 20. Mai), knochentrockener Crealo-Blues (Delgres aus Frankreich und Guadeloupe am 17. Mai) oder eine wilde Gypsy-Swing-Folk-Reggae-Melange aus Deutschland (Bukahara am 19. Mai). Und wenn am 17. Mai Belcirque aus Belgien eine wilde Varietéshow auftreten, geschieht das auch im Rahmen einer Unesco-Tagung, zu der es im Rahmen der Unesco-City of Music Hannover kam.

Unter deren Ägide steht auch der abschließende Masala-Weltmarkt auf dem Andreas-Hermes-Platz. Neben viel Tanz und Maketenderei gibt es auch Musik – und ganz am Ende die Ska-Punker Doctor Krapula aus Bogota. Grenzgänger, wohin man blickt.

Info:

Das Masala-Festival besteht nicht nur aus Konzerten. Es gibt auch ein umfangreiches Beiprogramm. Speziell an Kinder richtet sich der Auftritt der Clowngruppe Adesa (16. Mai ab 10 Uhr im Pavillon); das Konzert von Kinderliedermacher Unmada am Folgetag ist bereits ausverkauft. Ebenfalls am 16. Mai laden Schauspielerin Denise M’Baye und Poetry-Slammerin Ninia LaGrande zum Talk – Motto: „Das Kleine Schwarze“. Während der gesamten Festival-Dauer istim Pavillon die Foto- und Filmausstellung „100 Faces – 100 Stories“ zu sehen, bei der Menschen – passend zum Masala-Thema des Jahres – von ihren Erfahrungen mit Grenzen berichten.

Von Stefan Gohlisch


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